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Hamminkeln
Einzelhandelskonzept für Hamminkeln auf dem Weg

Hamminkeln. Die Stadt ist Hauptversorgungszentrum der sieben Dörfer, zudem gibt es Sonderstandorte.

Der Stadtentwicklungsausschuss hat das neue Einzelhandelskonzept für Hamminkeln auf den Weg gebracht. Es war zuvor der Politik öffentlich im Fachausschuss präsentiert worden (RP berichtete), danach hatten die Fraktionen intern das Wort. Das Programm sieht Hamminkeln als Hauptversorgungszentrum der sieben Dörfer sowie Dingden, Brünen und Mehrhoog als unterschiedlich bedeutsame Nahversorgungszentren vor. Dazu gibt es Sonderstandorte, etwa mit Baumärkten. Im Zusammenhang mit der Rangfolge gab es politische Irritationen. Von Hamminkeln in der ersten Liga und der Rest auf den folgenden Plätzen war die Rede. Von Seiten der Verwaltung wurde beruhigt. Hamminkeln sei Schwerpunkt der Handelsentwicklung, das bedeute aber nicht, dass an anderen Standort nichts mehr zu bewegen sei. In Dingden schaut man schon aufmerksam hin. "Dann stellen wir den Aspekt der gemütlichen Altstadt heraus", sagte Dr. Dieter Wigger (CDU).

Das Einzelhandelskonzept ist wichtiges planungsrechtliches Steuerungsinstrument, um innerortsschädliche Ansiedlungen zu vermeiden und den Branchenmix bzw. die Nahversorgung zu sichern. Es ist bei sämtlichen Bauleitplanungen zu berücksichtigen. In der Fraktionsrunde war der Entwurf des Konzeptes akzeptiert worden. Konkrete Änderungen wurden nur für Mehrhoog festgelegt. Hier wurde angeregt, den Standort an der Ampelkreuzung der ehemaligen B 8 so aufzunehmen, dass nur nicht zentrenrelevanter Einzelhandel möglich ist. Hier hatte es zuletzt Ambitionen eines Discounters zur Neuansiedlung gegeben. Das Konzept ist mittlerweile juristisch überprüft. Der Rat kann nun abschließend grünes Licht geben.

Auch in Sachen Wohnbauflächen in Brünen geht es weiter: Einstimmig war der Planungsausschuss dafür, Flächen nördlich der Hamminkelner Straße und westlich des Mühlenbergweges (zwischen Hamminkelner Straße und Bergstraße) vorzusehen. Die Verwaltung führte die günstige Erschließungssituation und die topografische Lage an. Derzeit könne davon ausgegangen werden, dass dort die "notwendige Mitwirkungsbereitschaft der Eigentümer gegeben ist". Außerdem habe die Planungsabteilung konkrete Vorplanungen vorgenommen, dazu werde die vorhandene Bebauung abgeschlossen. Diese aus Sicht der Verwaltung erste Priorität für eine Baulandentwicklung in Brünen stellte die SPD infrage. Sie verwies auf ein Schreiben Brüner Bürger. Sie wolle diese nicht vor den Kopf stoßen.

Ein Aufschub des Themas war allerdings nicht mehrheitsfähig. Sowohl CDU, als auch FDP forderten, dass es in Brünen vorangehe. Deshalb müsse man die Lage favorisieren, die sich am ehesten realisieren lässt. Am Ende fiel der Beschluss für die von der Verwaltung genannte Priorität einstimmig aus.

(thh)
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