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Wesel
Ekel-Abfall aus Praxis sorgt für Ärger

Wesel. Ekelerregender Abfall auf der Johannisstraße unweit des Kornmarktes hat jetzt für Verärgerung gesorgt. Davon jedenfalls berichtet eine Anwohnerin im Gespräch mit der Redaktion. "Da lagen, nachdem die Mülltonnen geleert wurden, unter anderem Döslein mit Urinproben und allerlei Abfälle aus einer Praxis", erzählt die Frau. Sie könne nicht verstehen, warum der städtische Betrieb ASG so etwas zulasse und warum die Mitarbeiter den Müll nicht sofort entfernen würden. "Man muss sich mal vorstellen, dass Kinder diese Dosen öffnen", sagt die Leserin. Von Klaus Nikolei

Doch ist der ASG im Bereich der Johannisstraße überhaupt für die Entsorgung der Mülltonnen zuständig? Die Redaktion fragte nach bei Ulrich Streich, dem Leiter des städtischen Betriebes. "Wir können nicht gänzlich ausschließen, dass die Abfälle aus einer Restmülltonne stammen. Durch wen und wann die Abfälle beseitigt wurden, lässt sich auch nicht mehr nachvollziehen", bedauert Streich. Grundsätzlich sei es möglich ist, Spritzen und Kanülen über die Restmülltonne zu entsorgen. "Aber nur dann, wenn diese aus infektionspräventiver Sicht - wenn also keine ansteckende Krankheit vorliegt - unbedenklich sind." Allerdings, so Streich weiter, müssten diese Abfälle dann in fest verschließbaren Behältern eingefüllt sein. "Gefüllte Urinbeutel dürfen nicht in die Restmülltonne. Wir recherchieren gerade, aus welcher Praxis die Abfälle stammen könnten und werden auf eine ordnungsgemäße Entsorgung beziehungsweise Verpackung dringen", verspricht der ASG-Betriebsleiter.

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Quelle: RP
 
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