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Niederrhein
"Elefanten" enteisen die Flugzeuge am Airport

Niederrhein. Relativ selten "schnauben" diese Rüssel, an manchen Tagen ist ihr Einsatz für den Betrieb des Airport Weeze jedoch unerlässlich: Bei Frosttemperaturen stehen die Flugzeugenteisungsfahrzeuge vom Typ "Vestergaard Elephant Beta" parat. Sie sorgen dafür, dass die Flugzeuge vor dem Start von Schnee und Eis befreit werden. Doch der Winterdienst des Airport Weeze besteht aus mehr als den drei "Elefanten", erklärt die Flughafen-Geschäftsführung. Rund 50 Mitarbeiter kümmern sich rund um die Uhr darum, Runway, Vorfeld und Wege verkehrssicher zu halten.

Der Winterdienst ist von November bis März rund um die Uhr in Bereitschaft. Insgesamt kümmern sich die Winterdienstler um eine Fläche, die 144 Fußballfeldern entspricht. Zum Einsatz kommen dabei zwei Kehrblaskombinationen, zwei Kehrmaschinen mit Schieber, ein Airport-Sprayer samt Backup-Fahrzeug sowie drei Flugzeugenteisungsfahrzeuge. Zudem gibt es zwei Spezialmessfahrzeuge, so genannte "Surface-Friction-Tester", mit denen die Bremswerte auf Start- und Landebahn bestimmt werden.

Beim mechanischen Schnee-Schieben werden Räumfahrzeuge genutzt, deren Besen 5,60 Meter breit sind; sie können die 45 Meter breite und 2440 Meter lange Start- und Landebahn zügig räumen. Ist die Bahn allerdings komplett vereist, ist etwa eine Stunde einzuplanen - Verspätungen sind dann möglich. Bei extremen Lagen kommt der "Airport-Sprayer" zum Einsatz, der Start- und Landebahn zusätzlich mit einer Enteisungsflüssigkeit auf Kalium-Basis besprüht.

Grundsätzlich entscheiden die Piloten, ob ihr Flugzeug enteist werden muss. In diesem Fall rücken die "Elefanten" an, die ihren Spitznamen dem zehn Meter langen Rüssel verdanken, durch den die Flugzeuge mit Enteisungsmittel besprüht werden. Das besteht aus einem Gemisch aus warmem Wasser und Glykol. Die Flüssigkeit sorgt auf Rumpf und Tragflächen zudem dafür, dass sich keine (neue) Eisschicht bilden kann, die die Steuerungselemente eines Flugzeugs unbeweglich machen würde. Passagiere, die zu dieser Zeit schon im Flieger sitzen, fühlen sich vermutlich an eine Waschanlage erinnert: Sie können die Prozedur von ihren Plätzen aus beobachten.

Quelle: RP
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