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Hamminkeln/Wesel
Elektrifizierte Bahn geht im Dezember 2019 in den Betrieb

Hamminkeln/Wesel. Die Dauer des Planfeststellungsverfahrens für Elektrifizierung der Strecke Wesel - Bocholt führt zur Verschiebung der Inbetriebnahme der Bahnstrecke. Erst im Dezember 2019 sei es so weit, teilte die Deutsche Bahn (DB) gestern mit. Die DB plant aktuell umfangreiche Arbeiten auf der Bahnstrecke Wesel - Bocholt. Eine wesentliche Maßnahme ist neben der Ausrüstung der Strecke mit moderner Stellwerkstechnik und einem Brückenneubau die Elektrifizierung des gesamten Abschnitts zwischen Wesel und Bocholt. Für die Maßnahme wurde im April das Baurecht beantragt. Die ursprüngliche Terminplanung sah ein verkürztes sogenanntes Plangenehmigungsverfahren vor und dementsprechend eine Inbetriebnahme zum Ende 2018. Dieses lasse sich insbesondere aufgrund der Umweltbelange und den damit entstehenden neuen Betroffenheiten an der Strecke nicht aufrechterhalten, erklärte die Bahn. Nun sei ein zeitlich wesentlich aufwändigeres Planfeststellungsverfahren nötig.

Im Rahmen der Maßnahmen Elektrifizierung wird die gesamte Strecke mit einer Oberleitung ausgestattet sowie der Streckenabschnitt von Kilometer 2,3 (Wesel) bis Hamminkeln für eine Geschwindigkeitserhöhung auf 100 Kilometer pro Stunde ausgebaut. Die Stationen an der Strecke werden barrierefrei ausgebaut. Außerdem erfolgen in zwei gesonderten Maßnahmen der Neubau von zwei elektronischen Stellwerken in Bocholt und Hamminkeln sowie der Neubau der Eisenbahnüberführung (EÜ) Issel in Hamminkeln. Um die Einschränkungen für die Reisenden durch notwendige Sperrpausen und den damit erforderlichen Schienenersatzverkehr zu minimieren, wurden alle Maßnahmen auf der Strecke analog der Elektrifizierung ebenfalls verschoben.

Quelle: RP
 
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