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Wesel
Eltern klagen wegen Absage der gewünschten Grundschulen

Wesel. Seit Jahren erleben die Konrad-Duden-Grundschule am Nussbaumweg (Lauerhaas) und die Fusternberger Gemeinschaftsgrundschule einen regelrechten Ansturm. Doch weil die Räumlichkeiten und die Zügigkeit begrenzt sind, erhalten einige erwartungsfrohe Mütter und Väter die Nachricht, dass ihr Kind an der jeweiligen Wunschschule nicht angenommen werden kann. Von Klaus Nikolei

Die Eltern von drei künftigen i-Dötzchen, die es zum Nussbaumweg zieht, wollen sich aber mit der Ablehnung der Schulverwaltung nicht abfinden und beschreiten nun den Klageweg. Das wurde Donnerstag im Schulausschuss bekannt. Außerdem präsentierte Teamleiter Thorsten Hummel die endgültigen Anmeldezahlen für das kommende Schuljahr. Auffallend: Fusternberg (13 der 14 abgewiesenen Kinder gehen zu anderen Schulen, ein Kind wird zurückgestellt) und Duden-Grundschule (17 der 20 abgelehnten Kinder sind an anderen Grundschulen untergekommen) sind mit 58 Kindern in zwei Klassen jeweils rappelvoll. Die anderen Anmeldezahlen: Bislich: 16; Blumenkamp: 36; Büderich: 35; Buttendick: 44; Feldmark: 53; Innenstadt: 83, Quadenweg: 51; Theodor-Heuss-Schule Flüren: 29.

Apropos Innenstadt-Schule: Dort werden aktuell 64 Mädchen und Jungen in sogenannten Einsteigerklassen unterrichtet. Heißt: Sie alle können so gut wie kein Deutsch, weil sie entweder aus Flüchtlingsfamilien stammen oder gerade erst mit ihren Eltern aus dem Ausland nach Wesel gekommen sind. Anders als bisher sollen künftig in allen Grundschulen Flüchtlingskinder wohnortnah unterrichtet werden. Die nächste Seiteneinsteigerklasse in einer weiterführenden Schule wird in der Gesamtschule gebildet.

Auch bei einem anderen Tagesordnungspunkt ging es um die Innenstadt-Grundschule an der Böhlstraße, die von 400 Schülern besucht wird. Dort könnte, sobald der Vier-Klassen-Neubau auf dem Schulhof fertig ist, im Hauptgebäude eine Mensa für gut 280 Schüler des Offenen Ganztages eingerichtet werden. Allerdings erst zum Start des Schuljahres 2017/18, wie Dezernent Daniel Kunstleben im Fachausschuss erklärte. Die CDU hatte einen entsprechenden Antrag gestellt.

Ausführlich diskutiert wurde der Vorschlag der SPD, ein "Netzwerk Schulschwimmen" nach Kölner Vorbild einzurichten, um die Ausfallzeiten beim Schulschwimmen zu reduzieren. So könnte ein Pool aus Assistenten - Schwimmlehrer verschiedener Schulen, qualifzierte Eltern, Fachpersonal der Bäder GmbH, Mitglieder der Schwimmvereine - gebildet werden, um bei Bedarf Schulen bei der Durchführung des Unterrichts zu unterstützen. Dr. Heinzgerd Schott (Konrad-Duden-Gymnasiums), kann sich kaum vorstellen, dass so etwas in Wesel funktioniert. Nicht zuletzt, weil es keine Sportlehrer gebe, die im Notfall einspringen könnten und engagierte Eltern für einen Schwimmunterricht nicht die nötigen Voraussetzungen mitbrächten, weil sie die Schüler nicht kennen würden. Nun wolle man erst einmal abwarten, welche Auswirkungen der neue Belegungsplan aufs Schulschwimmen habe, erklärte Ausschussvorsitzender Volker Haubitz (CDU).

Quelle: RP
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