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Wesel
Engagement lohnt sich

Wesel: Engagement lohnt sich
Sieben junge Leute, die mit ihrem ehrenamtlichen Engagement ein Beispiel sind für andere, sind gestern im Weseler Lutherhaus dafür von der Rotary-Stiftung ausgezeichnet worden. Sie freuten sich über die Anerkennung. FOTO: Koster
Wesel. Die Stiftung des Rotary Clubs Wesel-Dinslaken vergab am Sonntag den Jugendförderpreis 2011 im Weseler Lutherhaus. Für die sieben Preisträger gab's neben reichlich Anerkennung auch insgesamt 6000 Euro Preisgeld. Von Isabell Hülser

"Als Anerkennung und Ansporn zur Weiterentwicklung", bezeichnete Rainer Reichert, Governor des Distrikes 1870, die Auszeichnung der Stiftung Rotary Club Wesel-Dinslaken, die gestern sieben Jugendliche aus vier unterschiedlichen Bereichen in Wesel entgegennehmen durften.

In einer "heldenarmen Zeit" seien sie mit ihrem Engagement Vorbilder, erklärte Reichert. "Ehrenamtliches Engagement ist immer auch mit viel Arbeit verbunden. Darüber hinaus gibt es viele positive Aspekte wie gegenseitige Wertschätzung", sagte Dieter Liman, Vorsitzender der Rotary-Stiftung.

Für die Preisträger gab's ein nicht unwesentliches Preisgeld von je 1500 Euro. Um mit dem Jugendförderpreis des Rotary Clubs ausgezeichnet zu werden, ist neben Tüchtigkeit in Schule und Beruf Engagement darüber hinaus entscheidend. Und das beweisen die sieben Preisträger – in ganz unterschiedlichen Bereichen.

"Meilenstein für Jugendarbeit"

Für Wesel wurde mit den "positiv verrückten Eselrockern", so Laudator Reinhard Hoffacker, eine ganze Gruppe ausgezeichnet. Als "Meilenstein für die Jugendarbeit in Wesel", würdigte Hoffacker die Leistung der Organisatoren des Jugendfestivals Eselrock, das am 19. Mai 2012 "umsonst und draußen" zum fünften Mal steigt. Simon Bleckmann (30), Jakob Wolff (23), Mirko Bucksteeg (22) und Karsten Lewin (22) nahmen den Preis entgegen.

Ebenfalls ausgezeichnet wurde Ergotherapeutin Maria Schulte-Drevenack aus Hamminkeln für ihr Engagement in Afrika. Ein Jahr kümmerte sich die 25-Jährige bei einem freiwilligen Friedensdienst um körperlich und geistig behinderte Kinder in Ruanda.

Warum Marc Christian Gruber (18) aus Hünxe den Preis bekam, konnten die Gäste live erleben. Mit Liyang Sheng (Flügel) präsentierte er im Lutherhaus sein besonderes Können am Horn. Mittlerweile spielt der Schüler (Abi 2012) im Landesjugendorchester, die Aufnahmeprüfung für das Bundesjugendorchester folgt im November. Auch der Weg nach dem Abi ist für den mehrfach auf Bundesebene bei "Jugend musiziert" ausgezeichneten Musiker klar: Musik studieren.

Preisträger Tobias Hemmert (19) aus Dinslaken hat das Abitur gerade hinter sich. Schnitt: 1,0. Er wurde als außergewöhnliches Mathe-Talent ausgezeichnet. Bereits während der Schule studierte er Mathematik und fand sogar noch Zeit, Mitschülern Nachhilfe zu geben. Gestern Abend ist er in den Flieger gestiegen, um sein Studium in Cambridge fortzusetzen. "Dafür ist das Preisgeld ein gutes Startkapital", freute er sich.

Quelle: RP
 
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