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Niederrhein
Entspanntes Radeln mit dem E-Bike

Niederrhein: Entspanntes Radeln mit dem E-Bike
Bis auf den Motor an der Mittelstrebe des Rads, ist das Pedelec nicht von einem normalen Fahrrad zu unterscheiden. FOTO: Reichwein
Niederrhein. E-Bikes oder Pedelecs werden immer beliebter. Ob zur Arbeit, in der Freizeit oder für sportliche Zwecke: Immer mehr Menschen entscheiden sich für elektronische Unterstützung beim Radfahren. Doch wie genau funktioniert ein E-Bike? Von Carolin Skiba

Wer Radfahrer fröhlich und ohne größere Anstrengung einen Berg aufwärts radeln sieht, der kann sich sicher sein, dass dort ein E-Bike im Spiel ist. Oder ist es ein Pedelec? "Den meisten ist der Unterschied gar nicht klar", sagt Marco Höfken, Regionalmanager von "Little John Bikes". "Im Volksmund spricht man fast immer von E-Bikes, dabei ist die korrekte Bezeichnung für die meist verkauften Räder mit Elektrounterstützung eigentlich Pedelec", weiß der Experte.

Ein Pedelec ist ein Fahrrad mit elektrischer Unterstützung, die den Radfahrer bis 25 km/h unterstützt. "Allerdings nur bei eigenem Krafteinsatz, das Fahrrad fährt nicht von alleine", sagt Höfken. Natürlich darf man mit dem Pedelec auch schneller als 25 km/h fahren, aber nur aus eigener Kraft. Es gibt beim Pedelec auch eine Schiebehilfe, die es dem Radler erleichtert, das Fahrrad eine Rampe oder einen Berg hochzuschieben. Diese Schiebehilfe darf das Rad ohne Zutun des Fahrers nur bis sechs km/h fortbewegen. Alles, was über diese sechs oder die 25 km/h hinaus geht, nennt man E-Bike. "E-Bikes gelten rechtlich nicht als Fahrräder, sondern als Kleinkrafträder, benötigen also immer ein Kennzeichen", sagt Höfken. Fahrer von E-Bikes müssen also mindestens 15 Jahre sein, da sie einen Mofa-Führerschein brauchen.

Das durchschnittliche Alter eines Pedelec-Nutzers lässt sich heute kaum mehr sagen, glaubt man dem Experten. "Früher waren es eher ältere Menschen, aber mittlerweile haben wir Kunden von Anfang 20 bis ins hohe Alter." Viele hätten erkannt, dass der sportliche Faktor immer noch gegeben sei, da das Pedelec nur unterstützend wirkt. "Die Technik ist entkoppelt. Wer will, kann es als normales Fahrrad nutzen." Mittlerweile gebe es neben Trekkingrädern auch Mountainbikes, die mit Akku versehen sind. Anderseits habe man die Möglichkeit, Strecken, etwa morgens zur Arbeit, zurückzulegen, ohne ins Schwitzen zu geraten. "90 Prozent fahren mehr als vorher", sagt Höfken.

Wie lange der Akku eines Pedelecs oder E-Bikes hält, hänge von vielen äußeren Faktoren ab: Gewicht des Fahrers, Trittfrequenz, ob er vielleicht im Windschatten fährt, wenige bis keine Stopps, Gegenwind und wie der Luftdruck des Rads ist. "Auszugehen ist standartmäßig von 80 bis 100 Kilometern, wie viel es letztendlich wirklich ist, das ist bei jedem unterschiedlich." Die vom Hersteller genannte Reichweite sei unter normalen Bedingungen selten bis nie zu erreichen, darüber sollten sich Käufer im Klaren sein, sagt der Fachmann. "Diese Reichweiten sind im Zusammenspiel aller optimalen Bedingungen errechnet.

Aufgeladen werden die Akkus wie Handys. "Es gibt ein Ladekabel dazu, das man einfach an den Akku anschließt und in die Steckdose steckt." Der Akku kann hierzu ganz einfach aus der Halterung am Fahrrad gelöst werden, befindet sich eine Steckdose in der Nähe, kann der Akku auch am Fahrrad befestigt bleiben. Lithium-Ionen-Akkus machen es möglich, dass nach jedem Gebrauch wieder nachgeladen werden kann. "Hinweise, wie sie mal üblich waren, den Akku erst ganz leer zu fahren, gibt es vom Hersteller nicht mehr. Preislich liegen die Räder mit Elektrounterstützung bei rund 2000 Euro. "Ein gutes Rad unter 2200 Euro zu finden wird schwierig", sagt Höfken. Es gebe günstigere Räder, doch aus Erfahrung könne er sagen, dass die Qualität nicht immer die beste sei. "Ich empfehle, sich beim Fachhändler beraten zu lassen und dort eins zu kaufen."

Quelle: RP
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