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Wesel
Erfolg mit Zucht der Obrighovico-Schweine

Wesel: Erfolg mit Zucht der Obrighovico-Schweine
Die schokobraunen Tiere von Holger Vens sind eine ganz besondere Mischung aus Altdeutschem Landschwein und Duroc-Eber. Das Fleisch ist zart und fein marmoriert. FOTO: Malz
Wesel. Im Stall des Obrighovener Landwirtes Holger Vens gibt es seit zwei Jahren eine ganz besondere Rasse, deren Fleisch so schmeckt wie früher. Ab Freitag ist es auch in den beiden Edeka-Komp-Märkten in Obrighoven und Mehrhoog zu haben. Von Klaus Nikolei

Schon lange hat der Obrighovener Landwirt Holger Vens nicht mehr so viel Spaß an seinem Beruf gehabt wie jetzt. Nicht, dass ihm die Schweinezucht vorher überhaupt keine Freude bereitet hat. Aber seit in seinem Stall nicht nur die hellrosafarbenen Altdeutschen Landschweine leben, sondern auch die schokobraunen Obrighovico-Landschweine, ist seine Laune bestens. Und das hängt nicht nur damit zusammen, dass er für die von ihm gezüchtete Kreuzung aus Altdeutschem Landschwein (Muttersau) und Duroc (Eber) deutlich mehr Geld bekommt, als früher vom Großschlachthof.

"Ich freue mich einfach, dass ich meine Schweine so aufziehen und vermarkten kann, wie ich mir das vorstelle und eine Fleischqualität liefere, die anspruchsvolle Kunden wünschen", sagt er. Außerdem bekommt er nun reichlich Lob und Zustimmung von Verbrauchern, die das exklusiv bei Edeka Komp in Lackhausen angebotene Fleisch schon mal probiert haben.

Der Name Obrighovico, den sich der 44-Jährige rechtlich hat schützen lassen, erinnert natürlich an das spanische Iberico-Schwein, das unter anderem mit Eicheln gefüttert wird und von Feinschmeckern wegen seines fein marmoriertes Fleisches hochgeschätzt wird. Im Stall von Holger Vens werden zwar keine Eicheln an die rund 150 Obrighovico-Schweine verfüttert, dafür aber selbst angebautes Getreide, das mit speziellen Kräutern verfeinert wird. "Die Kräuter sorgen zum einen für einen besonderen Geschmack und zum anderen dafür, dass das Immunsystem der Tiere gestärkt wird und der Einsatz von Medikamenten deutlich gesenkt werden kann."

Auf die Idee, in Wesel ein besonders hochwertiges Schweinefleisch aus der Region bieten zu können, kam der Vater von zwei Söhnen vor zwei Jahren. "Damals stand ich vor der Entscheidung, meinen Betrieb mit einer Großinvestition zu erweitern. Da sich das aber bei dem ruinösen Preiskampf niemals rechnen wird, musste ich mir eine Nische oder mir eine neue Aufgabe suchen." Es wurde die Nische.

Im Gespräch mit dem Brüner Tierfuttermittel-Vertreter Ole Weinkath erfuhr er von der alten und äußerst robusten Rasse Duroc, die im 19. Jahrhundert in den USA gezüchtet wurde. Mit Hilfe eines Spezialisten wurde eine Muttersau in seinem Stall mit Duroc-Samen künstlich befruchtet. Das Ergebnis waren schokobraune Ferkel, die nach acht Monaten in der nur sechs Kilometer entfernten Landschlachterei Krechter stressfrei geschlachtet und zerlegt wurden. "Das Fleisch, das ich erfahrenen Hausfrauen zum Testen gegeben habe, hat deren Erwartungen übertroffen. Das schmecke so wie früher und behalte beim Braten auch seine Form", erzählt Holger Vens. Auf der Suche nach einer Vermarktungsmöglichkeit, nahm er Kontakt auf mit Edeka-Kaufmann Sven Komp, der von der Qualität ebenfalls begeistert war und das Fleisch, das einmal pro Woche von Drevenack nach Lackhausen geliefert wird, seit Anfang August anbietet. Ab Freitagmorgen soll es auch in den Komp-Filialen in Obrighoven an der Feldstraße und in Mehrhoog in der Fleischtheke zu bekommen sein.

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Quelle: RP
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