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Niederrhein
Erfolgreiches Jahr für die Uni Duisburg-Essen

Niederrhein. Die Hochschule holt bei wichtigen Rankings auf. Aktuell sind 42 000 Studierende eingeschrieben, so viele wie nie zuvor. Von Peter Klucken

Die Universität Duisburg-Essen zieht erstmals eine öffentliche Jahresbilanz. Aus gutem Grund: Das Jahr 2015 war für die Hochschule unter dem Strich ein gutes Jahr.

Für mindestens zwei Persönlichkeiten der Uni war das gerade beendete Jahr besonders erfolgreich. So für Rektor Prof. Dr. Ulrich Radtke, der vom Centrum für Hochschulentwickung und der ZEIT zum Hochschulmanager des Jahres gekürt worden war. Radtke habe in vorbildlicher Weise dazu beigetragen, die Universität Duisburg-Essen in Forschung und Lehre voranzubringen. Er leitet seit sieben Jahren die Universität. Seine Amtszeit endet 2018. Ob sich der 60-Jährige dann nochmals zur Wahl stellt, ist noch offen.

Einer der renommiertesten und mit 2,5 Millionen Euro auch einer der höchstdotierten internationalen Forschungspreise, der Advanced Grant des Europäischen Forschungsrats (ERC), geht in diesem Jahr unter anderem an Prof. Dr. Rainer Meckenstock, Biologe an der Universität Duisburg-Essen. Der Preis gilt als "Nobelpreis der EU". Meckenstock beschäftigt sich in seinen Forschungen damit, wie Erdöl mikrobiell abgebaut wird.

Im Bereich der Lehrerbildung wurden an der Uni verschiedene Projekte gestartet, die der neuen Vielfalt in der Gesellschaft und der Studentenschaft Rechnung tragen sollen (Stichworte: Professionalisierung für Vielfalt und mehr Bildungsgerechtigkeit). Im Bereich der Sozialwissenschaften wurde der neue Bachelor-Plus-Studiengang "Globale und Transnationale Soziologie" eingeführt, bei dem es um die vergleichende Forschung von Gesellschaften geht. Bei diesem neuen Studiengang ist ein Auslandssemester integriert. Erstmals wurde übrigens im jüngsten Semester die Zahl von 42.000 Studierenden erreicht.

In 2015 wurden auch mehrere Graduiertenkollegs der Deutschen Forschungsgesellschaft installiert; was als wissenschaftliche Auszeichnung gilt. Im positiven Sinne betroffen sind zum einen medizinische Bereiche, die durchweg in Essen (Klinikum) angesiedelt sind, zum anderen aber auch die Nanowissenschaften, die schwerpunktmäßig auf dem Duisburger Campus der Zwei-Städte-Uni zu finden sind. Hier freuen sich die Wissenschaftler auch über den weltweit schnellsten Laser für hochreine Nanopartikel, der in den vergangenen Monaten angeschafft werden konnte.

Zu den Erfolgen des Jahres 2015 gehört nicht zuletzt der Bewilligungsbescheid für den Neubau einer Hauptmensa in Höhe von 23,5 Millionen Euro, den NRW-Wissenschaftsministerin Svenja Schulze am 30. Juli persönlich in der Uni abgab. Das Timing war übrigens perfekt, wenn auch ungeplant: Wegen eines Wasserrohrbruchs tropfte es beim kleinen Festakt von der Decke. Die neue Mensa soll bis 2018 fertiggestellt sein.

Quelle: RP
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