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Malte Bruins
Erfolgsstory mit simpler Pizza

Malte Bruins: Erfolgsstory mit simpler Pizza
Malte Bruins (2 von links), Geschäftsführer der "Mammas Simple Food"-Filialen, hier mit Inhaber Antonio Tassone und den Familienmitgliedern Luigi, Fortunato, Rossella und Gino-Mike Tassone in der Dinslakener Filiale, freut sich auf die Neueröffnung in der Kreisstadt. FOTO: Martin Büttner
Wesel. In einer neuen Industriehalle an der Werner-von-Siemens-Straße eröffnet im Herbst die Dinslakener Familie Tassone ihre mittlerweile vierte "Mammas Simple Food"-Filiale. Geschäftsführer Malte Bruins ist überzeugt, auch in Wesel erfolgreich zu sein.

Wer in Wesel Lust auf Pizza hat, kann unter zahlreichen Anbietern wählen. Was macht Sie so optimistisch, hier in der Kreisstadt Fuß zu fassen? Und dann noch in einem Gewerbegebiet.

Malte Bruins Weil die Familie Tassone, die über mehr als 30 Jahre gastronomische Erfahrung verfügt, in den Jahren ihre Produkte und Qualität weiterentwickelt hat. In Dinslaken funktioniert das Konzept von "Mammas Simple Food", das auf der Einfachheit und der Qualität der Speisen beruht, seit 2009. Was uns von Mitbewerbern abhebt, ist die original neapolitanische Pizza, die in einem italienischen Holzofen gebacken wird. Jede Pizza ist ein Unikat, ein kleines Kunstwerk. Jede sieht ein wenig anders aus. Wir freuen uns jedenfalls auf Wesel.

Haben Sie den Standort auch gewählt, weil bei Ihnen künftig viele Hundert Autos pro Woche zum ASG-Wertstoffhof fahren und der eine oder andere Fahrer Lust bekommt, bei Ihnen Halt zu machen?

Bruins Auch deshalb. Und wir hoffen auch auf Kunden aus den umliegenden Unternehmen. Wir müssen es schaffen, die Leute von der Qualität unserer Pizzen, von der handgemachten Pasta und den Salaten zu überzeugen. Wir leben vor allem von Weiterempfehlungen.

Sie werben auf Ihrer Internetseite mit dem "Top 10 Pizza Europas". Was heißt das genau?

Bruins Gino-Mike Tassone, der Sohn des Chefs, ist unser Pizzameister und hat in dieser Funktion schon zahlreiche Top-Platzierungen erreicht. Bei den Weltmeisterschaften 2009 in Italien landete er auf Platz neun. Im September 2016 wurde er bei der deutschen Pizzameisterschaft in Bochum Dritter und qualifizierte sich dadurch für die Europameisterschaft, die im März im Rahmen der Hamburger Gastronomie-Fachmesse Internorga stattgefunden hat.

Und wie hat er dort abgeschnitten?

Bruins Dort erreichte er den achten Platz. Und alle Pizzabäcker in unseren Filialen in Bocholt und Kamp-Lintfort lernen bei ihm mehrere Monate lang die Kunst des Pizzabackens im Holzofen.

Wie muss man sich das bei Ihnen künftig in Wesel vorstellen? Ist das eher wie in einem Restaurant oder in einer normalen Pizzeria?

Bruins Eine Mischung. Man schreibt die Nummer seiner Speise und Extrawünsche auf einen Zettel und gibt diesen ab - wie in einer Tapas-Bar. Die fertigen Gerichte werden dann am Tisch serviert. Wie gesagt, bei uns geht es einfach und familiär und rustikal zu. Man sitzt auf Stühlen an Tischen mit Kunststoffdecken. Es läuft Musik, es ist manchmal auch etwas lauter. Für manche vielleicht zu laut. Aber so ist das Konzept.

Warum sind die Tassones zuerst linksrheinisch nach Kamp-Lintfort gegangen, dann ins Westmünsterland nach Bocholt und erst jetzt in die Kreisstadt Wesel?

Bruins (lacht) Wir haben die Standorte sehr gezielt ausgewählt. Es sind alles mittelgroße Städte, die ein nicht ganz so breites gastronomisches Angebot haben. Genau in solchen Städten sind wir sich gut angesiedelt. Was nicht heißt, dass wir früher oder später nicht auch mal in einer Großstadt zu finden sein werden.

Können Sie selbst Pizza backen?

Bruins (lacht wieder) Nein. Ich bin besser im Büro aufgehoben. Und manchmal helfe ich im Service und an der Kasse. Die Sache mit der Pizza ist mir zu kompliziert.

Welche Pizza essen Sie persönlich am Liebsten?

Bruins Die Pizza Gino - mit kalabrischer Wurst, Thunfisch, Spinat, Gorgonzola und Gouda. Hauptsache viel.

Gouda auf einer echten neapolitanischen Pizza? Da gehört doch Büffelmozzarella drauf, oder?

Bruins Natürlich gibt es alle Pizzen auch mit Mozzarella. Aber wir mussten auch Gouda auf die Karte nehmen, um uns dem deutschen Geschmack ein wenig anzupassen.

KLAUS NIKOLEI FÜHRTE DAS GESPRÄCH

Quelle: RP
 
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