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Kreis Wesel
Erhalt der Burghofbühne: Kreis-SPD für Kompromiss

Kreis Wesel. Die SPD-Fraktion im Weseler Kreistag setzt sich für die Annahme des Kompromisses zum Erhalt der Burghofbühne Dinslaken ein. Nachdem die Stadt Dinslaken bereit zu sein scheint, die von der Kreistagsmehrheit beschlossenen drastischen Kürzungen des Beitrages des Kreises Wesel aufzufangen, sollen in Zukunft auch die zu erwartenden Kostensteigerungen durch Tariferhöhungen anteilig von allen Trägern der Bühne - dem Land NRW, der Stadt Dinslaken, dem Kreis und den anderen Mitgliedern - getragen werden. Hier bestand noch Neuregelungsbedarf. Der Vorstand der Burghofbühne hat eine entsprechende Satzungsänderung vorgeschlagen, die seinen Mitgliedern zur Entscheidung vorgelegt wird. Karin Wietheger, Vorsitzende des Kulturausschusses, begrüßt es, dass sich alle Beteiligten zum Wohle des Erhalts der Burghofbühne aufeinander zubewegt hätten.

Es sei sinnvoll, dass bei der Satzungsänderung auch ein neuer Austrittspassus enthalten sein soll, der den Austritt des Kreises Wesel und der Stadt Dinslaken frühestens zum Ablauf des Jahres 2022 ermöglicht. "Nur so hat das Theater eine angemessene Planungssicherheit", so die SPD-Politikerin. Jetzt stehe die Politik in der Pflicht, der Satzungsänderung zuzustimmen, sagte Wietheger mit Blick auf die bevorstehende Sitzung des Ausschusses. "Wir erwarten, dass die anderen Fraktionen im Weseler Kreistag diesem Prozess Rechnung tragen und diesen wirklich ausgewogenen Vorschlag, der den Bestand der Burghofbühne langfristig sichert, politisch mittragen."

Die Bühne habe in ihrem aktuellen Arbeitsbericht dargestellt, dass sie einen Höchstwert an Eigenerlösen von 32 Prozent aufweist, der nicht mehr steigerbar ist. Die Produktionen der Burghofbühne würden vom Publikum vor Ort sehr gut angenommen.

"Es wäre töricht, ein für den Kreis und das Land so wichtiges Kulturgut über kleinkarierte politische Fragen der Finanzaufteilung bewusst kaputtgehen zu lassen", sagte der Vorsitzende der Kreistagsfraktion, Peter Kiehlmann. "Das kann niemand, der im politischen Raum Verantwortung trägt, allen Ernstes wollen und wäre eine kulturpolitische Blamage ersten Ranges."

Quelle: RP
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