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Schermbeck
Erinnern mit dem Hoffen auf Frieden

Schermbeck: Erinnern mit dem Hoffen auf Frieden
FOTO: NN
Schermbeck. Auch Dauerregen hielt viele Schermbecker am Volkstrauertag gestern nicht davon ab, zu den Ehrenmalen in mehreren Ortsteilen zu kommen, um an den Gedenkfeiern für die Opfer von Kriegen und Gewalt teilzunehmen. Von Helmut Scheffler

Am Altschermbecker Ehrenmal beteiligte sich Bürgermeister Mike Rexforth an der Gedenkfeier zum Volkstrauertag, die vom Trompeter Gerd Abelt mit dem Lied "Stilles Leid" eingeleitet wurde. Den Choral "Wohl denen, die da wandeln" steuerte der vom Kirchenmusiker Josef Breuer geleitete Kirchenchor Cäcilia zur Feierstunde bei. Vier Feuerwehrleute standen mit Fackeln am Ehrenmal. Im Halbrund vor dem Ehrenmal versammelten sich Abordnungen der Üfte-Overbecker Trachtenschützengilde und der Altschermbecker Kilianer.

Besonders groß war die Beteiligung im Lippedorf Gahlen. Nach dem Gottesdienst in der Dorfkirche versammelten sich mehr als 100 Gahlener am Ehrenmal. Mitglieder der Feuerwehr, des Schützenvereins, des Männergesangvereins Gahlen-Dorf, des Posaunenchors, des Reitervereins, des TuS Gahlen und des Heimatvereins standen im weiten Rund, als der stellvertretende Bürgermeister Michael Fastring seine Rede hielt. Nach der Kranzniederlegung am Ehrenmal gingen die Teilnehmer über die Kirchstraße und den Widemweg zum Dorffriedhof, um an den Soldatengräbern das Gedenken fortzusetzen.

An den Ehrenmalen im Ortskern und in Bricht erinnerte Bürgermeister Rexforth ans Ende des Zweiten Weltkrieges: "1945 befreiten die Alliierten Deutschland vom Nationalsozialismus und beendeten damit das Sterben auf den Schlachtfeldern, in den Vernichtungslagern und in den ausgebombten Städten." Angesichts der Schreckensbilder aus Frankreich machte Rexforth deutlich, dass auch heute die Welt nicht von Frieden regiert werde und viele Menschen unter Hunger, Krieg und Verfolgung leiden müsste: "So sind unsere Gedanken in diesem Jahr auch bei den Menschen im Irak und in Syrien, im Nahen Osten, in Paris und in der Ukraine, bei allen Opfern von Konflikten auf dieser Welt." Seine Erinnerung an die Opfer sinnloser Hinrichtungen in Paris am Tag zuvor verband Rexforth mit dem Gedenken derer, "die ums Leben kamen, weil sie Widerstand gegen Gewaltherrschaft leisteten, und derer, die den Tod fanden, weil sie an ihrer Überzeugung oder an ihrem Glauben festhielten.

Auch an den übrigen Ehrenmalen unterstützten Vereine das Gedenken an Opfer von Kriegen und Gewalt. In Schermbeck sang der Männergesangverein Eintracht, der anschließend nach Bricht fuhr, um dort im Beisein des Brichter Schützenvereins mit der Blaskapelle Einklang für Untermalung zu sorgen. In Damm begleiteten der Schützenverein, der Posaunenchor Drevenack und der Reiterverein Wodan Damm den stellvertretenden Bürgermeister Engelbert Bikowski zur Kranzniederlegung. Auch in Weselerwald ließen sich Vereine und einzelne Bürger fürs Gedenken gerne in die Pflicht nehmen.

Quelle: RP
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