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Hamminkeln
Erste Details zum Projekt Raiffeisenstraße

Hamminkeln: Erste Details zum Projekt Raiffeisenstraße
Blick auf das Grundstück an der Raiffeisenstraße. FOTO: sep
Hamminkeln. Der Umbau des Hamminkelner Filetstücks rückt in greifbare Nähe. Nun nennt die Stadt für den Rat am 6. September genauere Planungsfeinheiten. Die Veränderungen entsprechen den Vorschlägen von Bürgern und Politik. Von Thomas Hesse

Die Zeichen für die Bebauung an Blumenkamper und Raiffeisenstraße in Hamminkelns Mitte stehen weiter gut. Zumindest wenn man danach urteilt, dass das Thema auf der gestern veröffentlichten Tagesordnung für Rat und Planungsausschuss am 6. September weiter verzeichnet ist. Bürgermeister Bernd Romanski hatte zuvor erklärt, dass er das Projekt von der Tagesordnung nehmen würde, sollte der erforderliche Durchführungsvertrag doch nicht paraphiert werden können - bei gleichzeitiger Bekundung seines "guten Gefühls", dass es nach Jahrzehnten etwas wird mit der Bebauung der Brache. Paraphiert werden soll das Vertragswerk nächste Woche. Wie berichtet waren sich die örtlichen Investoren Schleiting und Schneiders einig geworden über das gemeinsame Vorhaben. Die Planung war dafür verändert worden. In welcher Form genau, darüber gibt die Ratsvorlage Auskunft. Inhaltlich geht es im Rat darum, mit dem Aufstellungsbeschluss für den vorhabenbezogenen Bebauungsplan die Änderungen im beschleunigten Verfahren sowie die öffentliche Auslegung zu beschließen.

Zuletzt war das Projekt daran gescheitert, dass einer der Investoren die ursprünglich vereinbarte Ausführung in letzter Minute geändert hatte. Damit war keine einheitliche Linie mehr möglich. Das ist nun und nach vielen Verhandlungen und Umplanungen anders. "Aus Sicht der Verwaltung stellt der nunmehr vorliegende Entwurf eine tragfähige Planung dar", lautet das Fazit für das innerstädtische Filetstück.

Planungsmäßig ist die Baugebietsausweisung nun so gestaltet, dass das Verhältnis zwischen Gewerbe und Wohnen flexibler gestaltet werden kann. In den Erdgeschossen wird es keine Wohnnutzung geben, damit diese der Gewerbenutzung vorbehalten bleiben. Zwingend vorgeschriebene Gebäudehöhen wurden gekippt, lediglich maximal zulässige Gebäudehöhen festgesetzt. Im westlichen Teil gibt es ein Wohn- und Geschäftshaus mit elf Wohnungen - wie berichtet zweigeschossig und um ein volles Geschoss reduziert. Das Vorhaben im östlichen Teilbereich weist weiterhin drei Vollgeschosse zuzüglich eines zurückgesetzten Staffelgeschosses.

Dennoch wird es um zwei Meter niedriger, weil die Geschosshöhen verringert sind. "Städtebaulich vertretbar", sagt die Stadt dazu. Ansonsten bleibt das Haus an der Blumenkamper Straße in Lage, Nutzung und Gestaltung in der bislang bekannten Form erhalten. 13 Wohnungen sind vorgesehen. Es besitzt von der Straße her eine Tiefgaragenzufahrt (mit Pkw-Aufzug) für Bewohner und Mitarbeiter. Die Kundenstellplätze befinden sich im Wesentlichen an der Westseite des Gebäudes, die von der Raiffeisenstraße aus angefahren und über die Blumenkamper Straße abgefahren werden.

Das Gebäude wird leicht abgerückt - von 1,50 Meter ist die Rede - von der Blumenkamper Straße. Dort entstehen Längsparkplätze und die besagte Zufahrt zum Pkw-Aufzug der Tiefgarage. Die großflächigen Kundenparkplätze befinden sich zwischen den beiden Projekten. An der Grundstücksgrenze können sie mit einer maximalen Bordsteinhöhe von 19 Zentimetern getrennt werden. Das wurde extra ausgehandelt. Wie von Anwohnern gefordert, ist der Parkplatz während der Nachtstunden nicht befahrbar. Fehlt noch der Straßenbau: Die Investoren werden den Umbau bzw. die Umgestaltung der Raiffeisenstraße im Abschnitt zwischen Einmündung Rathausstraße und Blumenkamper Straße auf ihre Kosten durchführen.

Quelle: RP
 
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