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Hamminkeln
Erster Schritt für Kita-Neubau für die Schlosskinder

Hamminkeln. Ringenberg: Statt den Kindergarten zu erweitern, wird er komplett neu errichtet.

Der Planungsausschuss beschäftigte sich gestern unter anderem mit der Entwicklung des Kindergartens in Ringenberg. Hintergrund: Der Kreis hat in seiner Bedarfsplanung festgestellt, dass die Kindergärten in der Stadt Platzbedarf haben. Das gilt auch für den Schlosskindergarten, der um eine Gruppe erweitert werden soll. Aber: das bisher genutzte Gebäude - die alte Ringenberger Schule beherbergt zwei Kita-Gruppen - reicht nicht aus, sagt die Verwaltung. Vor diesem Hintergrund beschloss der Planungsausschuss die Offenlage der Pläne für einen Neubau im Dorf. Genug Platz ist da, als Standort bietet sich die direkt an die Kita anschließende Grünfläche an. Hier könnte ohne Beeinträchtigung des Kindergartenbetriebes eine Neubaumaßnahme erfolgen, hieß es. Nächstes Jahr soll gebaut werden, ein Investor soll das Gebäude errichten. Träger soll die Elterninitiative bleiben. Erwartet wird Kritik aus der Nachbarschaft, dies dürfte in der Bürgerbeteiligung zur Sprache kommen.

Apropos Kritik: Grünen und USD fehlte eine Kostenaufstellung. "Wir müssen es ja haben", sagte Johannes Flaswinkel (Grüne), der Vertagung forderte. Wirtschaftliche Aspekte fehlten der FDP, die beklagte, dass Hamminkeln in Sachen Kindergartenplätze reagiere statt agiere. Bürgermeister Bernd Romanski verwies darauf, dass man erst am planungsrechtlichen Anfang stehe und die Realisierung Thema im Betriebsausschuss sei.

Berücksichtigt ist bei dem vorliegenden Konzept, dass aus Sicht der Planer dem Ringenberger Kindergarten eine "Pufferfunktion" für fehlende Kapazitäten in Dingden und Hamminkeln zukommt. Im Dorf selbst fehlen laut Prognose acht Plätze für das Kindergartenjahr 2017/18, was vor allem durch den Flüchtlingszustrom begründet ist. Eine Erweiterung um eine Gruppe würde es demnach ermöglichen, zusätzlich auch andere Kinder zu betreuen, was den Vorschlag, neu zu bauen, unterfüttert. Damit würde die Forderung des Kreises nach Bedarfsdeckung erfüllt, der als Kreisjugendamt für Hamminkeln zuständig ist. Die dritte Gruppe soll zeitnah in Betrieb genommen werden. Vor diesem Hintergrund und in Anbetracht der baulichen Situation wurde nun der komplett neue Kindergarten favorisiert.

Aber: Dieser Standort ist planungsrechtlich anders ausgewiesen - als Park und Puffer zur Altbebauung am Wolfsdeich. Für das Kita-Projekt muss ein neuer Bebauungsplan her. Der Wolfsdeich wird am Ende wohl stärker belastet, denn die Zufahrt soll von dort aus erfolgen.

(thh)
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