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Hamminkeln
Essen auf Rädern sucht dringend Fahrer

Hamminkeln. Immer mehr Menschen im gesamten Stadtgebiet von Hamminkeln möchten sich täglich mit einer Mahlzeit versorgen lassen. Damit der Caritas-Dienst weiter aufrecht erhalten werden kann, werden 30 bis 35 neue Fahrer benötigt. Von Michael Elsing

Heinz Grunden will zwar nicht allzu sehr schwarzmalen. Aber eine gewisse Sorge treibt den Diakon der Katholischen Kirchengemeinde Maria Frieden Hamminkeln schon um. Der Grund: Der Caritas-Dienst "Essen auf Rädern", der in Hamminkeln und seinen Ortsteilen schon seit 35 Jahren angeboten wird, benötigt dringend weitere Fahrerinnen und Fahrer, die ältere oder bedürftige Mitbürger mit Mahlzeiten beliefert.

"Die Nachfrage nach täglicher Versorgung hat in den vergangenen Wochen so stark zugenommen, dass wir nun eine neunte Tour einrichten müssen", sagt Grunden, der den Dienst gemeinsam mit Friedhelm Tersek organisiert. Gesucht werden nun 30 bis 35 Kräfte, die im Schnitt etwa einmal im Monat an der Reihe wären, um zwischen 11 und 13 Uhr das Essen in einem der Bezirke mit ihrem Privat-Pkw zu verteilen. "Es wäre wirklich schade, wenn wir diesen Dienst nicht weiter anbieten könnten. Aber sollte es uns nicht gelingen, diese neunte Tour einzurichten, könnte das ganze System kollabieren", mutmaßt Grunden.

Derzeit werden im gesamten Stadtgebiet 153 Haushalte mit einer warmen Mahlzeit am Mittag versorgt. 230 ehrenamtlich tätige Fahrer und noch einmal 80 bis 90 Beifahrer übernehmen derzeit diesen Liefer-Service. Sie holen sich täglich zwischen 10.50 und 11.40 Uhr die mit einem Mittagessen gefüllten Boxen am St. Josef-Haus in Dingden ab, wo sämtliche Gerichte zubereitet werden.

Damit aber eine einigermaßen pünktliche Lieferung noch garantiert werden kann, sollten es nicht mehr als 15 bis 20 Stationen sein, die die Fahrer während ihrer Tour ansteuern. Der Bezirk 8 umfasst derzeit aber 31 Stationen. "Das ist auf Dauer einfach nicht zu machen", so Grunden. Daher nun die dringliche Suche nach weiteren Fahrern, die möglichst bis Anfang September abgeschlossen sein soll. Denn dann erstellt Grunden die Pläne für das neue Quartal.

Und er weist noch einmal darauf hin, dass die Belastungen für die Fahrer nicht allzu hoch seien. "Mehr als einmal im Monat ist man wirklich nicht an der Reihe. Und wer kurzfristig seinen Dienst tauschen will, wird normalerweise auch keine großen Probleme bekommen", erzählt Grunden. Hinzu kommt natürlich noch der persönliche Kontakt zu den Essensempfängern, die in der Regel äußerst dankbar für diese Hilfe sind. Denn dieser Dienst trägt mit dazu bei, dass sie in ihrer eigenen Wohnung leben können und nicht in ein Seniorenheim umziehen müssen.

Wer sich für den Fahrdienst interessiert, über einen eigenen Wagen (ab Mittelklasse) verfügt und Teil dieser ehrenamtlichen Arbeit werden möchte, kann sich bei Heinz Grunden unter Telefon 02856 1356 melden. Informationen hierzu gibt's aber auch in den jeweiligen Pfarrbüros der Kirchengemeinde.

Quelle: RP
 
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