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Schermbeck
Ewald Fiedler blickt mit 90 optimistisch in die Zukunft

Schermbeck: Ewald Fiedler blickt mit 90 optimistisch in die Zukunft
Ewald Fiedler FOTO: Scheffler
Schermbeck. Schermbecker feiert heute einen runden Geburtstag Von Helmut Scheffler

Der stellvertretende Bürgermeister Engelbert Bikowski wird staunen, wenn er heute im Auftrag der Gemeinde Ewald Fiedler an der Landwehr zum Geburtstag gratuliert. Einen solch rüstigen und lebensbejahenden 90-jährigen Jubilar hat er bislang wohl nur selten zu sehen bekommen.

Dabei waren die Lebensumstände besonders in den jungen Jahren für Ewald Fiedler nicht immer rosig. Als der gebürtige Essener 1942 aus der Schule entlassen wurde, befand sich Deutschland mitten im Zweiten Weltkrieg, dessen Auswirkungen das Ruhrgebiet schon deutlich zu spüren bekam. Der Krieg bewirkte auch, dass Ewald Fiedler seine Ausbildung als Maschinenschlosser unterbrechen musste. Dienst im Arbeitslager, in einer Grenadiereinheit und eine dreijährige Kriegsgefangenschaft in Remagen, Belgien und Frankreich prägten seine Jugendzeit. Erst 1948 kehrte er aus der Gefangenschaft nach Essen zurück, wo er seine Lehre beendete und danach bei der Firma Krupp und in einer Zeche als Schlosser arbeitete.

Von 1965 bis 1982 betrieb er mit seiner Frau Johanna eine Gasstätte in Essen. Danach zog das Ehepaar nach Schermbeck ins eigene Haus an der Landwehr. Einen Teil des Ruhestandes verbrachte Ewald Fiedler mit handwerklichen Beschäftigungen. Daneben blieb Zeit für viele Reisen. "Wir waren mindestens 40-mal auf Gran Canaria", erinnert der Jubilar gerne an die Reisen zu seiner Lieblingsinsel. In guter Erinnerung sind ihm auch die regelmäßigen Besuche in der Gaststätte Doernemann und die Kilianfeiern geblieben.

Nach dem Tode seiner Frau im Jahre 2005 kam ein neues Aufgabenfeld auf Fiedler zu. Seither führt er seinen Haushalt allein und schreckt nicht einmal vor dem Waschen und Aufhängen der Gardinen zurück. "Kein Unrat hat eine Chance", charakterisiert er seine Begeisterung für die Gartenarbeit. Beim Einkaufen wird er allerdings von Tochter Barbara unterstützt. Wenn Urenkel Julian Lukas am Tag mehrfach aus dem Obergeschoss zu Besuch kommt, dann freut sich Fiedler ganz besonders. Einmal wöchentlich lockt die Knobelrunde bei Nappenfeld zum geselligen Beisammensein. Das Rauchen hat Fiedler längst aufgegeben, das Bierchen lässt er sich nicht nehmen. Mit Morgengymnastik beginnt der Tag. Aufmerksam verfolgt er das Weltgeschehen. "Das Leben ist schön!", lautet seine Lebensdevise.

Quelle: RP
 
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