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Schermbeck
Exkursion durch die Dammer Loosenberge

Schermbeck. Um "Wacholderheiden in der Lippeaue" ging es jetzt im Rahmen einer Exkursion, die vom Diplom-Biologen Klaus Kretschmer, einem Mitarbeiter der Biologischen Station des Kreises Wesel, geleitet wurde. Ziel waren die Loosenberge, ein im Schermbecker Ortsteil Damm gelegenes Naturschutzgebiet (NSG), das sich am gesamten Niederrhein dadurch auszeichnet, dass es mit Wacholder bewachsene Heidelandschaften umfasst. Das etwa dreizehn Hektar große NSG Loosenberge am Rande der Lippeaue ist eines der ältesten NSG des Kreises Wesel. Vor 76 Jahren, vier Jahre nach dem Erscheinen des Reichsnaturschutzgesetzes am 26. Juni 1935, erließ der Siedlungsverband Ruhrkohlenbezirk (heute RVR) die Verordnung des NSG Loosenberge. Es gehört landschaftlich zu einem fünf Kilometer langen Dünenzug, der sich vom Weseler Ortsteil Obrighoven bis Damm erstreckt. Auf dem Sand der nacheiszeitlichen Lippeniederung entstand ein karger Boden, der allenfalls als Weidefläche für Schafe dienen konnte. Durch Viehverbiss, Schweinemast, Mahd, Beweidung, Abfuhr von Brennholz und Holzraubbau wurde ein Aufwachsen von Eichen und Birken verhindert.

Während des zweistündigen Rundgangs durch die Loosenberge stellte Klaus Kretschmer den Teilnehmern typische Pflanzen der unterschiedlichen Teileinheiten des Naturschutzgebietes Loosenberge vor und berichtete von seltenen Tieren, die die Loosenberge als Lebensraum gewählt haben.

(hs)
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