| 00.00 Uhr

Schermbeck
Experten geben Tipps für sicheres Heim

Schermbeck: Experten geben Tipps für sicheres Heim
Die Besucher konnten in Versuchen erleben, dass man normale Fenster ohne große Kraftanstrengung mit einem großen Schraubenzieher ganz einfach öffnen kann. FOTO: Scheffler
Schermbeck. Schermbecker Firmen und die Polizei informierten, wie man sich am effektivsten vor Einbrechern schützen kann. Von Helmut Scheffler

Ein Einbruch in den eigenen vier Wänden bedeutet für viele Menschen einen großen Schock. Dabei machen den Betroffenen die Verletzung der Privatsphäre, das verloren gegangene Sicherheitsgefühl oder auch schwer wiegende psychische Folgen häufig mehr zu schaffen als der rein materielle Schaden. Dass man sich vor Einbrüchen schützen kann, war Thema des Fachvortrags "Zuhause sicher" in der Volksbank Schermbeck, der unter der Schirmherrschaft des Bürgermeisters Mike Rexforth von der Polizei sowie von den Schermbecker Firmen Bauen+ Leben, der Schreinerei Grewing und Stenkamp Sicherheitstechnik als Partner der Schutzgemeinschaft Wesel gestaltet wurde.

In einem einführenden Referat räumte Kriminalhauptkommissar Markus Köper mit typischen Ausreden von Personen auf, die eine Aufrüstung ihres Hauses für mehr Sicherheit verdrängen. Mit der Formulierung "Bei mir ist nichts zu holen" unterschätze man den Wert des eigenen Besitzes. Sich nach dem Motto "Ich bin ja versichert und bekomme alles ersetzt" auf seinen Versicherungsschutz zu verlassen, könne verhängnisvoll sein, weil oftmals eine Unterversicherung bestehe. Einbrecher kämen auch nicht in der Regel nachts, sondern tagsüber, wenn üblicherweise niemand zu Hause ist. Die Beschränkung auf eine Alarmanlage sei auch wenig sinnvoll.

Den wirksamsten Schutz vor Einbrechern bieten nach Auffassung der Polizei mechanische Hilfen. Wo Fenster und Türen damit nicht ausgestattet sind, könne man in wenigen Sekunden mit Hilfe eines Schraubenziehers den Weg frei machen. Davon konnten sich die Besucher durch eigene Versuche überzeugen. Die Firmenmitarbeiter Kevin Hörning, Thomas Stenkamp, Nicole Buring und Norbert Grewing stellten Gerätschaften zur Sicherung von Türen und Fenstern vor. Zertifizierte Einbruch hemmende Türen bieten einen guten Schutz, weil bei ihnen sichergestellt ist, dass es in der Gesamtkonstruktion keinen Schwachpunkt gibt. Beispiele für Einsteckschlösser mit Profilzylindern wurden ebenso vorgestellt wie Mehrfachverriegelungen, Querriegelschlösser, Fensterbeschläge, aufschraubbare Nachrüstsicherungen und Möglichkeiten der Sicherung von Nebeneingangstüren.

Betonierte Kellerlichtschächte sollten möglichst mit geprüften Einbruch hemmenden Gitterosten einer bestimmten Widerstandsklasse oder mit Rollenrostsicherungen versehen werden.

Wer den Einbau einer Einbruchmeldeanlage in Erwägung zieht, sollte sich von Fachleuten beraten lassen, um zu verhindern, dass es zu Falschalarmen kommt, die dazu führen, dass Nachbarn darauf verzichten, die Polizei zu benachrichtigen. Bei den Überwachungsarten wird unterschieden zwischen der Außenhautüberwachung, bei der insbesondere Fenster und Türen mit Kontakten überwacht werden, und der Fallenüberwachung, bei der vorwiegend solche Räume mit Bewegungsmeldern überwacht werden, die Einbrecher mit großer Wahrscheinlichkeit betreten werden. Möglich sind ein akustischer Alarm am Objekt, der Einbrecher abschrecken und Nachbarn aufmerksam machen soll, oder eine stille Alarmierung, wobei der Alarm zu einer Hilfe leistenden Stelle weitergeleitet wird.

Mehre Beispiele zum Schutz des Grundstücks wurden vorgestellt. Durch eine Einfriedung kann man Einbrechern das Betreten des Grundstücks erschweren. An Einbruch gefährdeten Stellen sollte ein dichter Bewuchs vermieden werden. Licht wirkt auf Einbrecher abschreckend. Deshalb sollten Einbruch gefährdete Bereiche beleuchtet sein. Aufstiegshilfen wie Mülltonnen, Leitern oder Gartenmöbel sollten mit Ketten gesichert werden.

Quelle: RP
 
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Schermbeck: Experten geben Tipps für sicheres Heim


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.