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Wesel
Extrablatt investiert eine Million

Wesel: Extrablatt investiert eine Million
73 Extrablatt-Filialen gibt es bundesweit. Unter anderem zwei in Krefeld. Deren Betreiber, Luigi Colangiuoli, öffnet bald das 74. Cafe in Wesel. FOTO: Archiv)
Wesel. Sparkasse hat Vertrag mit neuem Mieter des Ex-Dom-Cafés unterzeichnet. Eröffnung: Frühsommer '16. Von Klaus Nikolei

Es hätte nicht gefehlt, und die Verantwortlichen der Systemgastronomiekette Cafe Extrablatt hätten ihre Bemühungen eingestellt, in Wesel im Ex-Dom-Café an der Brückstraße ihre 74. Filiale in Deutschland zu eröffnen. Dann nämlich, wenn ihnen von der Verwaltung versagt worden wäre, Tische und Sessel auf die Fußgängerzone zu stellen. Doch weil sich die Wirtschaftsförderung derart für die Ansiedlung einer Cafe-Extrablatt-Filiale stark gemacht hat, wurde dem Familienunternehmen aus Emsdetten im nördlichen NRW letztlich dieser Wunsch erfüllt.

Und weil die CE Immobilien GmbH (CE steht für Cafe Extrablatt) nun auch mit Vermieter Verbands-Sparkasse nach vielen, vielen Verhandlungsgesprächen handelseinig geworden ist, bekommen die Kornmarktwirte im nächsten Sommer einen neuen, ernstzunehmenden Mitbewerber.

Wenn das Sprichwort stimmt, dass Konkurrenz das Geschäft belebt, dürften sich die Gastronomiebetriebe zwischen Dom und Rathaus freuen. Hoffnungen, dass das Cafe Extrablatt als Magnet am unteren Ende der Fußgängerzone und unweit der Marien-Hospitals für mehr Besucher sorgen könnte, haben auf jeden Fall die Einzelhändler im Domviertel.

Wie dem auch sei. Fest steht, dass Luigi Colangiuoli nach eingehender, knapp einjähriger Untersuchung des Standortes überzeugt ist, dauerhaft in Wesel Erfolg zu haben. Der Kölner mit italienischen Wurzeln betreibt als Franchisenehmer bereits vier Extrablatt-Filialen (zwei in Krefeld, je eine in Aachen und Koblenz) und wird in der Kreisstadt im nächsten Jahr zwischen 700.000 und einer Million Euro investieren. "Ich glaube, wird sind für alle in Wesel ein Gewinn. Es wird andere anspornen, sich aufzuraffen und zu fragen, was sie noch besser machen können", sagte Luigi Colangiuoli gestern kurz nach der Unterzeichnung des Mietvertrages mit der Verbands-Sparkasse. "Wir werden nach zwei oder drei Monaten Umbauphase voraussichtlich im Mai oder Juni eröffnen."

Zwischen 40 und 50 Voll- und Teilzeitkräfte beziehungsweise Aushilfen sollen im Drei-Schicht-Betrieb im 350 Quadratmeter großen Extrablatt ganz im Stil eines "Gastgebers" tätig sein.

Eine bestimmte Zielgruppe will das Cafe Extrablatt nicht ansprechen. Für jeden werde etwas dabei sein, heißt es. Morgens soll's ein Frühstücksbüfett geben, mittags Pizza, Pasta Burger und Snacks, nachmittags Kaffee und Kuchen und abends - neben allerlei warmen Speisen - auch Cocktails. Dann dürfte auch die Musik meist ein wenig lauter gestellt werden.

Mit der Vermietung der Etagen über dem Gastronomiebetrieb will die Verbands-Sparkasse übrigens nicht mehr so lange warten. "Anfang nächsten Jahres sollen die ersten Verträge geschlossen werden", erklärte Sparkassen-Vorstand Friedrich-Wilhelm Häfemeier. Wie berichtet, könnten im ersten Obergeschoss Arztpraxen und Büros eingerichtet werden. Darüber sind nach Angaben von Häfemeier "tolle Wohnungen" entstanden.

Über die Mietkonditionen haben Extrablatt und die Sparkasse übrigens Stillschweigen vereinbart. Auch über die Laufzeit wurde nichts bekannt - da bitten die Vertragspartner um Verständnis.

Quelle: RP
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