| 11.11 Uhr

Wesel
Fährkopf: Genossen bedauern

Wesel. Nach dem Flurschaden: Bürgermeisterin Westkamp und SPD-Chef Hovest beeilen sich, den Ärger über die Verzögerungen beim Bislicher Fähr-Projekt zu beruhigen. Gestern rückten sie das Museum nach vorn. Von Fritz Schubert

Die Verärgerung des Bislicher Heimatvereins über die planungsrechtlichen Verzögerungen für den Umbau des Fährkopfes (RP berichtete) zeigt Wirkung. Die SPD beeilte sich, den enttäuschten Ehrenamtlichen zur Seite zu springen. "Das bewegt mich auch, dass ein gute Sache nicht so schnell kommt, wie es die Engagierten verdient haben", erklärte Fraktionsvorsitzender Ludger Hovest. Er sei selber "überrascht", dass die Bezirksregierung die hohe Hürde Planfeststellungsverfahren aufstellen wolle.

"Gefangene der eigenen Gesetze"

Hovest sicherte gestern flotte Unterstützung für weitere Projekte zu. So soll noch vor dem Sommer eine Entscheidung zur Neugestaltung des Museumseingangs fallen. In Sachen mangelnder Abbau von Verkehrszeichen wolle die SPD einen Bericht im Verkehrsausschuss bekommen. Und über das Geld, das bekanntlich im Etat vom Posten Fährkopf auf den für Wohnmobil-Stellplatz in der Aue zurückgebucht wurde, brauche sich in Bislich niemand Gedanken machen. "Wenn die Dinge auf den Punkt gebracht werden, werden wir schon für die Mittel sorgen", versprach er.

Dass die Genehmigungspraxis in Deutschland eine langwierige Angelegenheit ist, kritisierte Hovest generell: "Wir sind Gefangene unserer eigenen Gesetze." Der SPD-Chef erinnerte an die Lippefähre "Quertreiber", für die 35 Genehmigungen nötig waren. Wegen des Bislicher Fährkopfes wolle er nochmal mit Regierungspräsident Büssow sprechen. Bürgermeisterin und Parteigenossin Ulrike Westkamp äußerte sich auf RP-Anfrage ähnlich. Sie könne den Ärger in Bislich verstehen, sei gleichermaßen ungehalten. Zumal das Vorhaben von Büssow ja vor der Wahl "wohlwollend" betrachtet worden war. Die Stadt habe sich beim Behördentermin nicht mit dem Wunsch nach einem einfachen Genehmigungsverfahren durchsetzen können. Jetzt werde die Museumserweiterung angepackt. Unsere Woche

Quelle: RP
 
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