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Hamminkeln
Familie Chachan erzählt vom Leben im Wohncontainer

Hamminkeln. Ali Chachan (46) ist einer der Bewohner des Container-Dorfes an der Straße Daßhorst, der die Anlieferung der sieben neuen Container beobachtet und den Berichterstatter der RP um ein Gespräch bittet. Im "Container Nr. 9 rot" serviert seine schwangere Frau dem Gast einen Kaffee. Tochter Mina (11), die ab Ende August in die sechste Klasse der Gesamtschule geht und nach neun Monaten in Deutschland erstaunlich gut Deutsch spricht, übersetzt für ihre Eltern. Ihr kleiner Bruder (2) schläft. Die vierköpfige Familie ist aus dem Irak geflüchtet. Eigentlich, sagt Ali Chachan, der in seiner Heimat in der Pharmaindustrie tätig war, lebt es sich ganz gut in dem Wohncontainer.

Obwohl es doch sehr eng ist. "Unser Problem ist, dass meine Frau und meine Tochter unter Asthma leiden", sagt er und zeigt zwei ärztliche Bescheinigungen. Die beiden bekämen Probleme, wenn gekocht würde. Ali Chachan beklagt, dass einzelne Flüchtlinge in Wohnungen leben würden und seine bald fünfköpfige Familie auf 21 Quadratmetern. Bei der Stadt kennt man den Fall bereits und teilt auf Anfrage mit, dass die Chachans bald in einen größeren Container umziehen.

(kwn)
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