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Wesel
Fernseh-Richter feiert Jubiläum

Wesel: Fernseh-Richter feiert Jubiläum
Wie die Zeit vergeht: Gerhard (l.) und Arnold Richter vor 25 Jahren und heute. FOTO: Malz
Wesel. Seit 50 Jahren steht das Familienunternehmen mit Sitz an der Kleinen Stege auf dem Fusternberg für Qualität im Bereich der Unterhaltungselektronik. Individuelle Beratung ist Richters großes Plus. Von Michael Elsing

Als Arnold Richter vor 15 Jahren den Betrieb seines Vaters Gerhard übernahm, da war der Grundstein für ein erfolgreiches Unternehmen bereits gelegt. Der heute 80-jährige Firmengründer, der in der ehemaligen DDR den Beruf des Rundfunkmechanikers gelernt hatte, hatte zunächst bei Radio Gerten in der Weseler Innenstadt seine Meisterprüfung absolviert und sich 1965 selbstständig gemacht.

Die ersten drei Jahre mit Sitz in der Roonstraße, ehe 1968 der Umzug zur Kleinen Stege folgte, wo er seine Räumlichkeiten Zug um Zug ausbaute. Einer von drei Lehrlingen, die Gerhard Richter bis zum Jahr 2000 ausbildete, war sein Sohn Arnold. Der begann seine Ausbildung 1987, machte acht Jahre später ebenfalls seinen Meister und leitet nun die Geschicke der Firma als Ein-Mann-Betrieb.

An der Philosophie von Fernseh-Richter hat sich in den vergangenen 50 Jahren nichts verändert. "Qualität ist für uns der entscheidende Faktor. Damit wollen wir punkten", sagt Arnold Richter. Qualität bedeutet in diesem Fall nicht nur den Verkauf hochwertiger Geräte der Unterhaltungselektronik, sondern auch die persönliche und kompetente Betreuung, die der Kunde genießt, wenn er sich für Fernseh-Richter entscheidet.

"Bei uns sind die Kunden nicht nur irgendeine Nummer. Wer bei uns ein Gerät kaufen möchte, für den nehme ich mir Zeit. Das fängt bei der Beratung an und geht mit der Lieferung und dem Anschluss weiter", erzählt der 44-Jährige und fügt hinzu: "Falls es der Kunde wünscht, verlasse ich nicht eher den Raum, bis auch das letzte Programm eingestellt ist. Und wenn nach 14 Tagen ein Problem auftritt, bin ich erneut zur Stelle." Bei Arnold Richter sitzen die Kunden tatsächlich, so wie es die öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten einst proklamierten, in der ersten Reihe. Sie schätzen seinen Service und können auch zu ihm kommen, wenn sie ihr Gerät reparieren lassen wollen.

Richter schränkt allerdings ein, dass Reparaturen heutzutage immer seltener werden, weil viele Geräte aufgrund nicht mehr zu bekommender Ersatzteile oder zu hoher Kosten direkt ausgetauscht werden. "Die Statistik besagt, dass mittlerweile alle drei bis fünf Jahre ein neuer Fernseher angeschafft wird", so Richter. Seiner Ansicht nach hat die Technik in den vergangenen Jahren zwar enorm zugelegt. Aber: "Nicht alles, was als Innovation angekündigt wird, ist auch tatsächlich neu und sinnvoll. Für mich bleibt der Fernseher ein reines Unterhaltungsmedium, von dem man berieselt werden möchte und bei dem ein gutes Bild und ein guter Ton immer noch das Wesentliche sind", sagt er.

Im Jubiläumsjahr hat Arnold Richter keine besonderen Aktionen geplant. "Damit würde ich womöglich nur die Kunden vor den Kopf stoßen, die zufällig in diesem Jahr nicht meine Dienste in Anspruch nehmen", erklärt er.

Quelle: RP
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