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Hamminkeln
Feuerwehr-AG an der Gesamtschule

Hamminkeln. Auch die Malteser und der Lions Club beteiligen sich an dem neuen Projekt. Von Thomas Hesse

Die Feuerwehr sucht Nachwuchs, die Gesamtschule wirft ein Auge auf praxisorientierte Arbeitsgruppen, die Malteser wollen Schulsanitäter ausbilden. Wie sich drei Interessenslagen decken können, zeigt die neue Arbeitsgruppe an der Hamminkelner Gesamtschule. Der Zuspruch war groß, nun findet die AG als Nachmittags-Wahlangebot statt und wird von der Freiwilligen Feuerwehr Hamminkeln und den Maltesern Wesel geleitet. Der Lions Club sponsert das Angebot und finanziert die Lehrgangsgebühren, weil er Bildung auf seine Fahnen geschrieben hat. Das Engagement soll langfristig sein. Gestern wurde das neue Programm der jungen Schule öffentlich präsentiert. Ein Feuerwehreinsatzfahrzeug mit umfangreichen Gerätschaften war extra angerollt.

Offizielle AG-Leiter sind Konrad Deckers, Stadtbrandinspektor bei der Feuerwehr Hamminkeln, und Bodo Hack, als Ausbilder-Urgestein der Malteser Wesel. An der AG nehmen derzeit zwölf Schüler der siebten Jahrgangsstufe teil. Daraus soll sich künftig ein dauerhaftes Angebot an der Gesamtschule entwickeln. Wie das funktioniert, haben die Malteser schon in Wesel am Andreas-Vesalius-Gymnasium und am Konrad-Duden-Gymnasium gezeigt, wo sie Schulsanitäter ausbilden. Kämmerer Robert Graaf, zuständig für die Feuerwehr, wird das Projekt als erstes seiner Art jetzt im Düsseldorfer Innenministerium vorstellen. Es soll wissenschaftlich begleitet werden und klären, ob sich durch eine derartige Zusammenarbeit die Feuerwehr verjüngen lässt. Förderung von Materialien und Übungsgeräten gehört zum Paket.

"Es geht uns auch um Nachwuchsförderung. Wie bieten viel Praxis, zeigen die Geräte und machen Besichtigungen", sagt Deckers. Schulleiterin Anette Schmücker zeigte sich "sehr dankbar", die Gesamtschule sehe es gerne, das Angebot von Arbeitsgruppen zu erweitern. "Schüler an Ehrenamt und soziales Engagement heranzuführen, ist eine wichtige Aufgabe. Das Interesse an der AG ist sehr erfreulich", sagte sie. Das mag auch daran liegen, dass sich die Sanitätsausbildung für den Führerschein einsetzen lässt. "Anschauen, ansprechen, anfassen", die drei "A" der Wiederbelebung sitzen schon. "Stabile Seitenlage haben wir auch geübt", sagen die Schüler. Dann ging's auf den Schulhof, die Geräte im Feuerwehrwagen testen.

Quelle: RP
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