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Schermbeck
Feuerwehr als Herzensangelegenheit

Schermbeck: Feuerwehr als Herzensangelegenheit
Bürgermeister Mike Rexforth (2.v.r.), Wehrführer Gregor Sebastian (r.) und der Fördervereinsvorsitzende Helmut Auf der Springe (l.) dankten den Firmenmitarbeitern Thorsten und Dirk Terhardt (2. u.3. v.r.) und Marlies Wilkskamp (2.v.l.) für die unkomplizierte Freistellung des Mitarbeiters Marco Kantzner (3.v.l.) bei Einsätzen der Feuerwehr. FOTO: Scheffler
Schermbeck. Die Gemeindeverwaltung und die Freiwillige Feuerwehr dankten jetzt der Schermbecker Firma Wilkskamp & Terhardt Von Helmut Scheffler

Die Firma Wilkskamp & Terhardt im Gewerbegebiet Heetwinkel ist die siebte von etwa einem Dutzend Schermbecker Betrieben, bei denen sich die Gemeindeverwaltung und die Freiwillige Feuerwehr Schermbeck dafür bedanken, dass sie seit langen Jahren die in ihrem Betrieb arbeitenden Feuerwehrleute unterstützen.

Seit Jahren bemüht sich der von Helmut Auf der Springe geleitete Förderverein der Feuerwehr, die Arbeit in den Fokus der örtlichen Wirtschaft zu rücken. Das Bemühen, neue Mitglieder für die aktive Wehr zu finden, soll ebenso fortgesetzt werden wie die Gespräche mit Unternehmen, um zu erreichen, dass aktive Mitglieder im Einsatzfall auch abgestellt werden. In diesem Zusammenhang hatte der Förderkreis über einen Antrag erreichen können, dass der Gemeinderat einer Ehrung solcher Firmen zugestimmt hat, die die Belange der Feuerwehr fördern.

Etwa zehn Unternehmer sollten ursprünglich bei einer Feierstunde geehrt werden. Dabei wäre jede einzelne Firma weniger stark in den Fokus gerückt worden als im Rahmen der Einzelehrung. Bürgermeister Mike Rexforth ließ es sich gestern nicht nehmen, die gemeindliche Bürgeramtsleiterin Irmgard Schwenk, den Wehrleiter Gregor Sebastian und Helmut Auf der Springe zur Firma Wilkskamp & Terhardt in den Heetwinkel 23 zu begleiten. Dort überreichte Rexforth den Geschäftsführern Dirk und Thorsten Terhardt eine Urkunde und der Buchhalterin Marlies Wilkskamp einen Blumenstrauß als Dankeschön für die Freistellung des Oberfeuerwehrmannes Marco Kantzner vom Schermbecker Löschzug. Wenn der Funkmeldeempfänger einen Einsatz ankündigt, braucht sich der 45-jährige Kfz-Mechaniker Kantzner nur bei seinem Meister abzumelden. Zwei- bis dreimal monatlich erfolgt die Freistellung des Mitarbeiters. Die Firma sorgt dann für einen Ersatz am Arbeitsplatz. Das sei, so Rexforth, in vielen Betrieben nicht selbstverständlich.

Lob gab es von Gregor Sebastian, der deutlich machte, dass tagsüber mehr als die Hälfte aller 102 aktiven Wehrleute ihrer beruflichen Tätigkeit nachgehen. Umso wichtiger sei es, dass Schermbecker Betriebe bereit seien, Wehrleute zu Einsätzen zu entlassen. "Wir bemühen uns, so Sebastian, die Leute so schnell wie möglich wieder aus dem Einsatz zu entlassen." Sebastian freute sich sehr, als er erfuhr, dass die Firma Wilkskamp & Terhardt zum 1. August den 16-jährigen Rüster Jungfeuerwehrmann Jonas Ridder als Mechatroniker-Auszubildenden angestellt hat.

In seinem Dank an die Firma stellte Helmut Auf der Springe fest, dass die Gemeinde durch die Tätigkeit Kosten einspare. Eine Berufsfeuerwehr würde im Drei-Schichten-Betrieb mehr als drei Millionen kosten. Das sei, so Rexforth, der achte Teil des Haushalts. Diese Kosten würden den eineinhalbfachen Betrag dessen ausmachen, was die Grundsteuer B einbringe.

Quelle: RP
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