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Wesel
Feuerwehrchef lobt Neubauplan

Wesel: Feuerwehrchef lobt Neubauplan
FOTO: Klaus Nikolei
Wesel. In Wesel soll eine neue Feuerwache gebaut werden. Der CDU-Vorstoß wird begrüßt. Von Fritz Schubert

Die Feuerwehr Wesel wird heute bei der Jahreshauptversammlung im Lokal Schepers eine positive Bilanz ziehen. Waren die Einsatzzahlen 2016 wegen des Issel-Hochwassers in die Höhe geschnellt, so war 2017 mit 572 Fällen (237 Brände und 335 technische Hilfeleistungen) wieder Normalmaß zu verzeichnen. Zudem schloss das Jahr mit dem politisch bekundeten Willen der CDU, eine neue Feuerwache zu planen. Dies wertet Feuerwehrchef Thomas Verbeet, abgesehen von der rein baulichen Notwendigkeit, "auch als Anerkennung der guten Arbeit, die in den letzten Jahren geleistet wurde". Wie gut das Team ausgebildet ist, lässt sich an innovativ und erfolgreich durchgeführten Einsätzen ablesen.

Die speziell trainierte Methode, die Tür einer Brandwohnung flott damit abzudichten, kam unter anderem am 20. Januar am Kurfürstenring zum Einsatz. So können Retter durchschlüpfen, sich sofort auf Menschenrettung und Löschen konzentrieren, ohne dass das Treppenhaus verraucht und sich das Gros des Personals auf die Evakuierung der anderen Wohnungen stürzen muss.

Das 4000 Liter fassende Tanklöschfahrzeug mit Frontmonitor sorgte mit einem geballten Angriff auf den Großbrand am 9. Februar in der Firma Imgrund bei Büderich dafür, dass der Fall bereits nach zwei Stunden komplett erledigt war. Mit herkömmlichen Methoden gehen laut Verbeet da ein bis zwei Tage ins Land.

Beim Kellerbrand am 11. Oktober an der Trachenbergstraße ergab sich plötzlich akute Explosionsgefahr, was zu entsprechenden Sicherungen führte. Ein zunächst unerklärlicher und vom Landeskriminalamt untersuchter glatter Schnitt in einer Gasleitung ergab sich als Folge von Schweißarbeiten. Ein Lichtbogen hatte zu dem Defekt geführt.

Die Wehr um Thomas Verbeet, Robert Meyboom, Rainer Gellings und Christoph Hegering sieht hier das Zusammenspiel von Ausbildung und Ausrüstung bestätigt. In beiden ist Wesel Vorreiter und immer wieder auch Gastgeber für auswärtige Kameraden. Über den Kreis Wesel hinaus einzigartig ist die Übungsanlage im Gindericher Kieswerk, wo unter realistischen Bedingungen mit Festbrennstoff gelöscht werden kann. Auch Berufswehren aus Krefeld und Oberhausen schicken angehende Führungskräfte hierhin und loben die gute Ausbildung. Zum vierten Mal hintereinander werden in diesem Jahr rund 500 Kräfte im Auestadion ihre Leistungsnachweise erbringen.

Zu den guten Ereignissen 2017 zählte die Unterstützung des Diözesan-Pfadfinderlagers in Wesel, zu den weniger schönen die Uneinsichtigkeit Schaulustiger, die sich am 9. November beim Gasleck an der Esplanade das Rauchen nicht verbieten lassen wollten.

Insgesamt hat die Wehr 386 Mitglieder: 48 Jugendfeuerwehrleute, 211 ehrenamtliche und 71 hauptamtliche Kräfte sowie 56 in der Ehrenabteilung. Für zahlreiche Frauen und Männer stehen bei der Versammlung heute Abend Beförderungen, Auszeichnungen und Ernennungen auf dem Programm. Sonderauszeichnungen des Verbandes für 50 Jahre in der Feuerwehr gibt es für Wilhelm Beckmann, Ehrenfried Wandke (beide Löschzug Stadtmitte), Rudolf Friedhoff und Hans-Gerd van de Sand (beide Büderich). 60 Jahre dabei sind Robert Schroers (Stadtmitte) und Franz-Josef Bienen-Scholt (Bislich).

Quelle: RP
 
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