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Wesel
Feuerwehren dreier Kommunen üben gemeinsam

Wesel. Es ist heiß an diesem Tag im September. Ungewöhnlich heiß. Familie Brunßen feiert in Drevenack ein Familienfest. Plötzlich zieht ein Gewitter auf, und ein Blitz schlägt in eine Eiche und in die Niederspannungsleitung auf dem Gehöft ein. Ein Feuer bricht in einem Partyraum aus, dehnt sich in Richtung eines Überseecontainers aus, in dem ein Mensch Schutz vor dem Gewitter suchte, und droht, auf eine Strohmiete und den Wald überzugreifen.

Dieses skizzierte Szenario war gottlob kein reales, sondern Teil einer Übung, die 60 Feuerwehrleute mit zehn Einsatzfahrzeugen in Drevenack absolviert haben. Es ging um die Themen Menschenrettung, Brandbekämpfung und Aufbau einer Wasserversorgung über lange Wegestrecke. Einheiten aus den Stadtteilen Obrighoven, sowie aus Drevenack und Brünen nahmen an der Übung teil.

Um 19 Uhr wurde der Hünxer Einsatzleiter Michael Herbrecht mit seinen Feuerwehrleuten alarmiert. Nach einer kurzen Erkundung leitete er sofort die Menschenrettung und die Brandbekämpfung im Partyraum ein. Dann galt es für Herbrecht, den Einsatz zu koordinieren. Weitere Kräfte wurden zur Einsatzstelle nachgefordert, Schläuche ausgerollt und Pumpen in Stellung gebracht.

Der Löschzug Brünen wurde für die Menschenrettung und die Brandbekämpfung am Überseecontainer eingeteilt; der Löschzug Wesel-Obrighoven kümmerte sich um die Einspeisung des Löschwassers sowie die Einrichtung eines Pendelverkehrs. Der Löschbrunnen befand sich 670 Meter vom Gehöft entfernt, es mussten also viele Schläuche verlegt werden. Die Obrighovener versuchten überdies zu verhindern, dass das Feuer auf die Strohmiete und den Wald übergreift. Insgesamt wurden drei Menschen symbolisierende Puppen gerettet: Eine Puppe befand sich im Partyraum, eine zweite im Überseecontainer und die dritte in einem Geräteschuppen. Die Suche wurde durch den Einsatz von Nebelmaschinen für die Retter erschwert.

Um 21 Uhr war die Übung beendet. Alle Teilnehmer fuhren im Anschluss zum Feuerwehr-Gerätehaus Drevenack, um dort die Manöverkritik durchzuführen. Einsatzleiter Michael Herbrecht zog ein positives Fazit der groß angelegten Aktion, zeigte sich mit der Arbeit der Kollegen sehr zufrieden. "Die Zusammenarbeit mit den verschiedenen Kommunen hat funktioniert", sagte Herbrecht. Und lobte die Bereitschaft der Teilnehmer, diese Übung in ihrer Freizeit durchzuführen.

Quelle: RP
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