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Wesel
Feuerwehrleute zeigen im Auestadion ihr Können

Wesel. Aus dem ganzen Kreis sowie Duisburg und Oberhausen kamen die Feuerwehrmänner und -frauen zum Leistungs-Check nach Wesel.

Feuerwehrmänner und -frauen aus dem ganzen Kreis kamen am Samstag in das Auestadion, um in vier Disziplinen ihr Können zu beweisen: Die freiwilligen Leistungsnachweise können einmal jährlich beim Kreisfeuerwehrverband abgegeben werden. Die Feuerwehr Wesel richtete die Veranstaltung in diesem Jahr bereits zum zweiten Mal aus. An den einzelnen Stationen traten Mannschaften mit jeweils neun bis zehn Personen an - auch Teams aus Duisburg und Oberhausen waren dabei.

Eine der wichtigsten Stopps für die Feuerwehrleute fand auf den Parkplätzen am Auesee statt: Dort wurde auf rund 90 Metern ein Löschangriff simuliert. Das Ziel: Eine Leitung mit drei Rohren legen, um im Anschluss zu "löschen". Mit einem Wasserstrahl wurden Blechschilder solange fixiert, bis sie umklappten. Diese Übung musste innerhalb von fünf Minuten erledigt werden. Eine andere Station war der Staffellauf: Jedes Mannschaftsmitglied musste 50 Meter rennen - als Staffelstab diente ein Strahlrohr. Bei dieser Übung gab es ein Zeitlimit von zwei Minuten. An einer weiteren Station sollten die Feuerwehrleute ihr Können im Bereich der Knoten-Bindung beweisen. Und auch die Theorie kam nicht zu kurz: Jeder Teilnehmer musste Fragen beantworten - fachspezifische, aber auch politisches Allgemeinwissen war gefragt. An jeder Station wurden die Fehler von Schiedsrichtern gezählt. Maximal zehn Fehlerpunkte durfte eine Mannschaft sich erlauben. Die Leistungsnachweise sind für die Feuerwehr-Leute freiwillig - Ziele ist die intensive Beschäftigung mit den Methoden, die Steigerung der Leistung und die Stärkung des Kameradschaftsgefühls.

Mehr als 100 Helfer der Freiwilligen Feuerwehr Wesel waren am Samstag dabei. Aufgebaut wurden die Zelte, in denen die Prüfungen stattfanden, schon am Freitagabend. Die Weseler Feuerwehr wird die Leistungsnachweise auch in den nächsten drei Jahren im Auestadion abnehmen. 53 Gruppen nahmen teil. Dass sie alle es trotz der Unwetter der vergangenen Wochen schafften, sich vorzubereiten, fand Kreisbrandmeister Udo Zurmühlen großartig.

"Es macht Spaß, auch Leute aus den Lehrgängen wiederzutreffen", sagt der 24-jährige Tim Florian, der im Löschzug Ginderich aktiv ist. "Die Übungen stärken den Teamgeist und den Zusammenhalt", findet sein Kamerad, der 30-jährige Simon Quernhorst.

Der Nachwuchs-Zulauf sei im Moment durchwachsen, so der stellvertretende Leiter der Weseler Feuerwehr Rainer Gellings. Wer also mindestens zwölf Jahre alt ist und Interesse hat, der Jugendfeuerwehr beizutreten, meldet sich unter 0281 1634203.

(sem)
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