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Wesel
Fischertorstraße: Querungshilfe soll Radler vor Unfällen schützen

Wesel. Im Verkehrsausschuss wurden Durchfahrtsverbote für Motorräder unweit der Lauerhaas-Gesamtschule beschlossen. Von Klaus Nikolei

Die Diskussion um die äußerst verwirrende Verkehrssituation für Radfahrer im Bereich Rheinpromenade/Fischertorstraße nahm jetzt im Fachausschuss einen großen Raum ein.

Nach einem Unfall, bei dem eine Radfahrerin bei regennasser Fahrbahn beim Queren des Bahnübergangs unweit des Cafés Rheinstübchen gestürzt und schwere Verletzungen erlitten hatte (RP berichtete ausführlich), hatte die CDU die Verwaltung aufgefordert, Lösungsvorschläge zu machen. Der Idee, einfach wenige Meter vor den Gleisen eine lediglich 1000 Euro teure Querungsmöglichkeit zu bauen, damit Radler ungehindert von der Straße auf den vorhandenen Radweg fahren, wurde mit großer Mehrheit zugestimmt. Außerdem soll unter anderem ein verwittertes, längt nicht mehr gültiges "Sonderweg Fußgänger-Piktogram" auf dem Radweg weggefräst werden.

Der Vorschlag von Jürgen Lantermann (WfW), an dem Bahnübergang einfach mehrere Absperrpfosten aufzubauen und mit einer Kette zu versehen, fand nur wenige Befürworter. Dezernent Klaus Schütz hatte nämlich schon vor der Abstimmung deutlich gemacht, dass "die Bahn nicht abgepollert werden kann". Und Frank Schulten, der verkehrspoltische Sprecher der CDU, meinte kopfschüttelnd: "Erst sanieren wir Kaimauer und Co. für zwölf Millionen, und dann soll die Hafenbahn zugemacht werden? Unglaublich." Geplant ist übrigens auch ein Ortstermin, bei dem Verwaltung und Ausschussmitglieder die Gesamtsituation unter die Lupe nehmen wollen.

Einstimmig hat der Ausschuss den Beschluss gefasst, dass künftig auf einem Teilstück der Kirchturmstraße und des Friedhofsweges unweit der Lauerhaas-Gesamtschule auch ein Fahrverbot für Motorräder gelten soll. Damit soll erreicht werden, dass Radfahrer und Fußgänger vor rasenden Motorradfahrern geschützt werden. Für Autos und Lkw ist der Bereich ohnehin schon gesperrt.

Ohne große Debatte wurde der Wunsch von SPD und CDU abgenickt, auf der Friedrichstraße (Höhe Rewe Blankenagel) und am Ende der Wilhelmstraße vor der Einmündung in die Friedrichstraße/Bismarckstraße (Sparkassen Citycenter) jeweils einen Zebrastreifen auf die Fahrbahnen aufzutragen. Außerdem soll in dem gesamten Bereich künftig Tempo 30 gelten.

Quelle: RP
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