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Hamminkeln
Flut: Kriterien nicht erfüllt, Stadt hofft weiter auf Hilfe

Hamminkeln. Nach einem Gespräch mit Landrat Dr. Ansgar Müller in Sachen Hochwasser-Folgen hat Bürgermeister Bernd Romanski neue Erkenntnisse gewonnen. Gestern ergänzte er das RP-Interview so: "Bezüglich meiner persönlichen Einschätzung zur Frage, ob der Katastrophenfall ausgerufen werden sollte oder nicht, hat ein Telefonat mit dem Landrat dazu geführt, dass mir neue Sachverhalte benannt wurden, die dazu führen, dass ich meine Sichtweise korrigieren müsste." Bekanntlich sieht sich die Stadt benachteiligt, weil nach dem zweiten, noch schlimmer ausgefallenen Issel-Hochwasser vom Land ein Soforthilfe-Paket nur für den Kreis Borken, nicht aber ein paar Kilometer weiter jenseits der Kreisgrenze auch für Hamminkeln geschnürt worden war. Eine entsprechende Richtlinie hat dies festgelegt, Grund sind laut Innenministerium nicht erfüllte Kriterien für Starkregenereignisse auf Kreis Weseler Gebiet. Landrat Dr. Müller äußerte sich trotz Nachfrage gegenüber der RP nicht.

Für Hamminkeln gilt auf jeden Fall, dass die Kosten für den Einsatz der zahlreichen Rettungskräfte von der Stadt zu tragen sind - unabhängig davon, ob Katastrophenalarm ausgelöst wurde oder nicht. "Unsere Hoffnung besteht darin, dass die Stadt über Hilfen aus dem Gemeindefinanzierungsgesetz Zuschüsse erhalten kann", betonte der Bürgermeister. Wie berichtet, hat die finanziell eng ausgestattete Stadt eine zusätzliche Belastung des Haushalts von einer bis 1,5 Millionen Euro berechnet und dies in Düsseldorf vorgetragen.

(thh)
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