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Hamminkeln
Fördermittel für Projekte Waldband und Dingdenergie

Hamminkeln. Strukturförderprogramm Regionale 2016 unterstützt Projekte in Hamminkeln. Marienthal hat Kulturbühne im Blick.

Der Lenkungsausschuss des Strukturförderprogrammes Regionale 2016 hat den Weg frei für vier weitere Projekte gemacht, darunter die beiden Hamminkelner Vorhaben "Ressourcennetzwerk Textil - Dingdenergie" und "Waldband". Sie haben damit grünes Licht für die Umsetzung erhalten, Fördergeld ist sicher. Die Projekte sollen wichtige Impulse für die infrastrukturelle, kulturelle und landschaftliche Entwicklung im westlichen Münsterland geben.

Mit dem Projekt Waldband wird ein Planungsprozess für 360.000 Hektar Waldbestand gestartet. Das entspricht einer Fläche von rund 60.000 Fußballfeldern. Dingdenergie geht neue Wege beim Thema Energieversorgung. Formal ist entscheidend, dass die Vorhaben - insgesamt sind es nun 23 - im Zuge der Regionale 2016 den A-Stempel erhalten haben. Beim Waldband geht es um Waldgebiete, die sich zwischen Ruhrgebiet und Münsterland von Wesel bis Olfen und von Reken bis Bottrop erstrecken. Ziel ist es, neue Freizeit-, Tourismus- und Umweltbildungsangebote im Wald zu schaffen, durch eine bessere Besucherlenkung Konflikte zwischen Benutzergruppen zu entschärfen sowie Naturschutz und Tourismusangebote in Einklang zu bringen. Der Regionalverband Ruhr, der Naturpark Hohe Mark Westmünsterland und der Landesbetrieb Wald und Holz NRW arbeiten gemeinsam an dem Vorhaben. Es geht um den Naturpark Hohe Mark.

Die geplante Gesamt-Investitionssumme beträgt 6,3 Millionen Euro aus unterschiedlichen Förderprogrammen. Nutznießer könnte auch Marienthal sein. Dort gibt es Pläne für den Bau einer festen Kulturbühne - wetterfest oder offen. Das Projekt soll demnächst öffentlich vorgestellt werden.

Ganz vorne in der Bewertung liegt auch Dingdens cleverer Wärmeverbund. Der Titel Dingdenergie bringe es auf den Punkt, worum es bei dem neuen A-Projekt der Regionale 2016 geht, so die Kommission: Dingden will bei der Energieversorgung einen Wärmeverbund realisieren. Heißt: Abwärme aus örtlichen Textil-Unternehmen und Blockheizkraftwerken soll kommunalen, gewerblichen und privaten Abnehmern zur Verfügung stehen. Somit entsteht in Dingden ein Wärmeverbund, der effizient ist und an dem viele verschiedene Akteure beteiligt sind: Bürger, Unternehmen, die Kommune und landwirtschaftliche Betriebe. "Die Stadt Hamminkeln hat sehr viel Arbeit in das Vorhaben gesteckt - mit Erfolg: Das Konzept überzeugt, das Projekt kann einen Gewinn für alle Beteiligten in Dingden darstellen", sagt Uta Schneider, Geschäftsführerin der Regionale 2016. Für den ersten Bauabschnitt sind Investitionen von 466.000 Euro vorgesehen. Eine Förderung ist beantragt. Nächstes Jahr soll schon eine Versorgungsleitung an der Krechtinger Straße gelegt werden, die Wärme aus der Biogasanlage der Familie Körner in Siedlungshäuser transportiert.

(thh)
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