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Wesel
Frevel am Auesee: Grüne für mehr Aufklärung

Wesel. Nach Kritik des Nabu-Chefs und einem CDU-Konter versucht Ulrich Gorris, Ruhe in Diskussion zu bringen.

Nachdem Peter Mazbender vom Naturschutzbund rigoroses Vorgehen gegen Frevler am Auesee gefordert und unter anderem die CDU gegen dieses Ansinnen gewettert hatte, versuchen nun die Grünen, mehr Ruhe in die Diskussion zu bringen. Ihr Sprecher Ulrich Gorris wandte sich an CDU-Fraktionschef Jürgen Linz mit der Bitte, "die Kanonen wieder einzupacken". Es gebe niemanden, der den Weselern den Auesee verbieten wolle.

"Alle Weseler lieben den Auesee gleichermaßen. Viele nutzen den See gerne aktiv für Bewegung und Sport, viele genießen die Ruhe und die Natur", sagte Gorris und listete die Vielzahl der Aktivitäten auf. "Wir Kommunalpolitiker sollten die aktiven Nutzer und die Naturliebhaber nicht gegeneinander ausspielen, sondern versuchen, beide Anliegen gleichermaßen zu unterstützen", riet Gorris und verwies auf den Arbeitskreis, der bereits begonnen habe, alle aktuellen Nutzungen zu sichten sowie die Bereiche und die bestehenden Regelungen zu überprüfen.

In diesem Zusammenhang habe Malzbender darauf hingewiesen, dass es wesentlich mehr Übertritte in die Naturschutzbereiche gibt, als diese verkraften könnten. Gorris: "Diese gehen allerdings sicher nicht von den seit Jahren am See etablierten Vereinen aus, da diese ihre Mitglieder intensiv aufklären. Unsere erste Aufgabe wird es sein, die Gäste, die den See nicht gut genug kennen, über die Naturschutzzonen zu informieren." Eventuell, so der Grüne weiter, müsse über Kontrollen nachgedacht werden. "Ganz zuletzt kann es notwendig werden, auch Sanktionen zu verhängen, wenn einzelne Menschen absichtlich Natur zerstören oder wild lebenden Tieren schaden."

(fws)
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