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Schermbeck
Fritz Höpken feierte gestern den 96. Geburtstag

Schermbeck. Am Gahlener Steinbergweg wurde Fritz Höpken gestern 96 Jahre alt. Zu den Gratulanten zählten neben den Töchtern Ulrike und Astrid einige der sechs Enkel und sechs Urenkel. Der gebürtige Gahlener wuchs im Kreise von vier Geschwistern auf. Nach der Entlassung aus der Gahlener Dorfschule durch den Lehrer Rechenbach erlernte Fritz Höpken in Schermbeck den Beruf eines Malers. Die Lehrzeit dauerte damals vier Jahre, weil in Zeiten einer großen Arbeitslosigkeit möglichst viele junge Menschen eine Beschäftigung haben sollten.

Die Beschäftigung als Maler in Essen, die ihm sein Schermbecker Meister vermittelte, dauert nur wenige Jahre. Dann bestimmte der Zweite Weltkrieg seinen weiteren Lebensweg. 1940 wurde er in Köln zum Funker ausgebildet. Nach Einsätzen in der Normandie und in Belgien durfte Fritz Höpken im Jahre 1941 erstmals einen Heimaturlaub antreten. Doch bereits nach acht Tagen zitierte ihn das Wehrbereichskommando per Telegramm mit dem knappen Text "Sofort melden!" in die Dienststelle. Im estnisch-russischen Grenzbereich setzte er seine Soldatentätigkeit in einer Nachrichtenabteilung fort.

Im November 1945 kehrte Fritz Höpken nach Gahlen zurück. 1951 bestand er die Meisterprüfung und machte sich selbstständig. Drei Lehrlinge hat er ausgebildet. 1975 trat er in den Ruhestand. In die Zeit des Ruhestands fiel das tägliche Interesse am Ausbau der Gahlener Umgehungsstraße vor einem Vierteiljahrhundert. Kurz nach der Gründung des Gahlener Heimatvereins wurde Fritz Höpken Mitglied des Vereins, dem er sich stets verbunden fühlte. Die Tafel auf dem Parkplatz Törkentreck hat er bemalt.

Mit 96 Jahren darf man getrost ruhiger werden, aber die interessierte Teilnahme am dörflichen Leben in Gahlen sichert sich Fritz Höpken durch die tägliche Lektüre der Zeitung.

(hs)
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