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RP-Serie Der Nächste Bitte!
Frühzeitig an Firmennachfolge denken

Wesel. Netzwerkarbeit: Zum Steuerberater-Frühstück der Volksbank Rhein-Lippe kamen gestern mehr als 30 Fachleute. Von Klaus Nikolei

Das hat Joachim Kaßelmann, Bereichsleiter Firmenkundenbetreuung bei der Volksbank Rhein-Lippe, auch noch nicht erlebt: 28 persönliche Einladungen zum Steuerberater-Frühstück im Konferenzraum am Großen Markt hatte er in den vergangenen Wochen verschickt. Begrüßen konnten er und sein Team gestern Vormittag sage und schreibe 33 Damen und Herren. Ein deutliches Zeichen dafür, dass die Volksbank mit dem Thema "Betriebsnachfolge", das im Mittelpunkt der Informations- und Diskussionsveranstaltung stand, ins Schwarze getroffen hat.

"Unsere Kunden sind auch Ihre Kunden", sagte Kaßelmann zu Beginn und machte damit deutlich, dass Steuerberater überaus wichtige Gesprächspartner sind, wenn es darum geht, Mittelständler, selbstständige Handwerksmeister und Landwirte für das so wichtige Thema Betriebsübergabe zu sensibilisieren. Denn wie mehrfach berichtet, möchte sich die Volksbank Rhein-Lippe in der Region mittelfristig einen Namen als "Bank für die Nachfolge" machen und treibt dazu den Aufbau eines Netzwerkes voran. Ein weiter Schritt auf dem Weg zu diesem Netzwerk wurde gestern gemacht.

Bevor Joachim Kaßelmann im Detail auf die Idee des Netzwerkes einging - Wissen bündeln und Fachleute zusammenführen mit dem Ziel, Unternehmer bei der Betriebsübergabe passgenau zu beraten - , überließ er Ulrich Lippe von der Handwerkskammer Düsseldorf das Wort. Der Referent, der in der Außenstelle Goch für die beiden Kreise Wesel und Kleve zuständig ist, berichtete von seinen vielfältigen Erfahrungen mit dem äußerst schwierigen Thema der Firmennachfolge. "Ich gebe den Unternehmern immer den Rat, dass sie sich früh genug einen geeigneten Nachfolger in der eigenen Firma heranziehen. Denn einen Interessenten außerhalb der Familie und der Firma zu finden, ist schwer." Gerade in Zeiten des demografischen Wandels, von dem der Niederrhein in den nächsten Jahren überdurchschnittlich stark betroffen sein wird.

Mehrfach machte Lippe deutlich, "dass wir, trotz unserer neutralen Beratung, die Arbeit des Steuerberaters nicht ersetzen können. Der Steuerberater gehört neben dem Unternehmensberater, dem Anwalt, dem Notar und der Bank unbedingt dazu, wenn eine Betriebsnachfolge gelingen soll."

Der Weseler Steuerberater Markus Graw bemerkte in der abschließenden Diskussionsrunde unter anderem, dass man Wege finden müsse, um motivierte Firmenchefs auch nach einer Übergabe dauerhaft in die Geschäfte einzubinden. Außerdem regte er an, dass auch Politiker an Experten-Netzwerk-Treffen teilnehmen sollten.

Quelle: RP
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