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Schermbeck
Gelungene Premiere des Winterzaubers

Schermbeck: Gelungene Premiere des Winterzaubers
Von Schmuckgläsern über handgemachte Pralinen und Liköre bis hin zu selbstgebackenem Stuten reichte das Angebot von Annemarie Tietze. FOTO: Helmut Scheffler
Schermbeck. In Weselerwald konnte man sich unter anderem von lokalen Promis gestaltete Weihnachtsbäume bestellen.

Der Auftakt ist gelungen. Zum ersten "Weselerwalder Winterzauber", den der Heimatverein Weselerwald und Umgebung veranstaltete, kamen am vergangenen Wochenende Besucher aus dem weiten Umfeld des Schermbecker Ortsteils Weselerwald ins Privatmuseum von Elke und Klaus Sondermann an der Marienthaler Straße 20.

Inge Burre und Magdalene Brändel von der Evangelischen Frauenhilfe Drevenack boten eine Auswahl dessen an, was beim monatlichen Treffen des Handarbeitskreises hergestellt wurde. Das reichte von gestrickten Socken und Mützen über gestickte Weihnachtsdeckchen bis hin zu gebastelten Weihnachtskarten. Der Erlös wird, wie jedes Jahr, für einen sozialen Zweck verwendet. Für ihre handgefertigten Bären, Affen und Drachen verwendete die Schermbeckerin Christa Heuser Mohairwolle oder die Wolle von Alpakaschafen. Nebenan bot Tanja Stolzenburg die kunstvollen Kreationen ihrer Tante Elke Sondermann zum Verkauf an. Dazu gehörten neben gehäkelten Taschentüchern und Schmetterlingen Weselerwalder Steine und Dachziegel, die mit Hilfe der Serviettentechnik mit Bildern versehen wurden. Zu den Postkarten mit Landschaftsaufnahmen des Fotografen Jörg Forstmann gehörten auch Karten mit dem Aufdruck "Weselerwald" oder "Brünen". Diese Karten sind ab jetzt auch im Brüner Hofladen Buchmann erhältlich. An dem Postkartenstand bot die Weselerwalderin Rita Heiligenpahl auch für eine Bekannte Taschen zum Verkauf an. Der Erlös ist für ein Kinderheim in Afrika bestimmt.

Die Drevenackerin Irmhild Hövelmann, die der Gruppe der Weseler Montagsmaler angehört, malt seit Mitte der 1990er Jahre überwiegend Aquarelle. Am Sonntag bot sie eine Serie von Bildern mit niederrheinischen Landschaftsmotiven an.

Moderne adventliche Papierdekorationen konnten am Stand der Brünerin Sonja Verstege und der Lackhausenerin Carina Hein ebenso bewundert werden wie Windlichter aus Wachs sowie gestempelte Kissenhüllen und Jutebeutel. Viel kunsthandwerkliches Geschick bewies Fabian Albrecht. An Karolina Kleinlosens Stand wurden seine Tannenbäume aus Kiefernholz und seine Sterne aus Nadelholz ebenso zum Verkauf angeboten wie Kerzen aus Birkenholz und Elche aus Buchenholz.

Von Schmuckgläsern über handgemachte Pralinen und Liköre bis hin zu selbstgebackenem Stuten reichte das Angebot an Annemarie Tietzes Stand. Über die Technik des Blaudrucks konnte man sich am Stand der Brünerin Gerda Hans informieren. Das Färbeverfahren für Gewebe aus Baumwolle oder Leinen wurde im Dezember 2016 als immaterielles Kulturerbe in Deutschland anerkannt. Gerda Hans zeigte Geschirrtücher, Kissen, Tischdecken und Brotkorbdeckchen, die sie per Blaudruck gefärbt hatte.

Die Erntegruppe Weselerwald sorgte an diesem Tag mit Waffeln, Würstchen und Glühwein für das leibliche Wohl. Wer schon einen Weihnachtsbaum erwerben wollte, konnte unter jenen 18 Bäumchen mit Wurzelballen wählen, die von prominenten Bürgern Weselerwalds und seiner Umgebung individuell geschmückt wurden.

Der Erlös der Weihnachtsbäume dient als kleine Anschubfinanzierung für die Chronik des Heimatvereins zum 20-jährigen Bestehen im kommenden Jahr. Und auch eine Folgeverwendung ist schon geplant: Die nicht verkauften Weihnachtsbäume werden der Stiftung Lühlerheim als Weihnachtsschmuck für das Bossow-Haus übergeben.

(hs)
 
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