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Wesel
Gemeinde St. Martini: Trauer um Pfarrer i. R. Heinrich Pauen

Wesel. Nach kurzer Krankheit ist der 74-jährige Priester am Dienstag verstorben. Die Beisetzung findet nächsten Dienstag auf dem Friedhof Caspar-Baur-Straße statt. Von Klaus Nikolei

Trauer in der Katholischen Kirchengemeinde St. Nikolaus. Heinrich Pauen, der fast 27 Jahr lang als hochgeschätzter Pfarrer in St. Martini tätig war, ist tot. Er verstarb nach kurzer Krankheit am Dienstag im Weseler Marien-Hospital. Das bestätigte gestern das Gemeindebüro von St. Nikolaus auf Anfrage der Redaktion. Heinrich Pauen wurde 74 Jahre alt.

Alle Gläubigen, die dem Verstorbenen die letzte Ehre erweisen möchten, sind für nächsten Dienstag, 22. August, 10.30 Uhr, zum Requiem in der Innenstadtkirche St. Martini eingeladen. Anschließend wird der Verstorbene auf dem Friedhof an der Caspar-Baur-Straße beigesetzt.

Pfarrer Heinrich Pauen wurde im nördlichen Krefelder Stadtteil Hüls geboren und im Jahr 1969 in Münster zum Priester geweiht. In Münster hatte er auch Theologie studiert. Einer seiner Professoren Mitte der 60er Jahre war Josef Ratzinger, der im April 2005 zum Papst gewählt wurde und sich bis zu seiner Emeritierung Ende Februar 2013 Benedikt XVI. nannte.

Bevor Heinrich Pauen 1984 als Pfarrer in die Gemeinde St. Martini kam, wirkte er als Kaplan in St.Mariä Himmelfahrt Wesel. Neben seiner Arbeit als Seelsorger übernahm Pauen viele Jahre das Amt des Vorsitzenden im Kuratorium des Vereins Marien-Hospital. Außerdem war er von 2003 bis zum Jahr 2010 Vorsitzender des Aufsichtsrates des Gesundheitsdienstleisters pro Homine.

Heinrich Pauen war ein wortgewandter Mann, der auch gerne mal eine kleine verbale Spitze setzt, ohne dabei verletzend zu sein. Er war ein Pfarrer mit Ecken und Kanten. Und dafür wurde er von vielen sehr geschätzt.

In der Literatur fand er häufig Anknüpfungspunkte zu seinen Predigten. Pauens Liebe zu Büchern ging über das Lesen weit hinaus. Als Hüter der Fraterherren-Bibliothek an St. Martini hatte er in den vergangenen Jahren immer wieder Geld aufgetrieben, um die Restaurierung bedeutender Werke finanzieren zu können. Das tat er in aller Bescheidenheit, ohne seine Person in den Mittelpunkt zu stellen. "Große Lobeshymnen sind nicht sein Ding", hatte Ludwig Maritzen als Kirchenvorstands-Vize in St. Martini in seiner Rede beim Abschied von Pauen im November 2010 gesagt. Und genau das stimmte auch.

Heinrich Pauen war auch ein kunstsinniger Mensch. Die Ausstattung "seiner" Kirche, die im Jahr 1999 umgestaltet wurde, legt Zeugnis davon ab. Das Gotteshaus bekam einen neuen Altar, einen neuen Tabernakel und zwei große Lichtkronen voller Symbolik in Anlehnung an das Abbild des Himmlischen Jerusalem.

Quelle: RP
 
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