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Schermbeck
Gemeinden rufen zu Hilfe für Flüchtlinge auf

Schermbeck. Vertreter von Evangelischer Kirchengemeinde Gahlen, Evangelischer Kirchengemeinde Schermbeck und Katholischer Kirchengemeinde St. Ludgerus haben sich jetzt mit einer gemeinsamen Erklärung zum Flüchtlingsthema an die Öffentlichkeit gewandt und zu einem friedlichen Miteinander aufgerufen. Kriege im Nahen Osten und in Afrika verursachten, so schreiben die drei, die größten Flüchtlinsbewegungen seit dem Zweiten Weltkrieg. Die Mehrheit der Flüchtlinge erhielte Hilfe in sicheren Regionen des eigenen Landes oder in angrenzenden Staaten. Aber viele kämen auf lebensgefährlichen Wegen auch nach Europa. "Im Wissen um die Gebote Gottes und die biblischen Weisungen, Flüchtlingen und Fremden Heimat zu bieten, erklären wir: Auch Schermbeck muss die Aufgabe bewältigen, Flüchtlingen humanitär beizustehen und ihnen Lebensperspektiven zu eröffnen. Sie fliehen vor ganz konkreter Todesgefahr und haben ein Recht auf unseren Beistand. Von den Flüchtlingen erwarten wir die Achtung unserer Werte und eigenes verbindliches Engagement, sich zu integrieren", schreiben Pfarrer Christian Hilbricht (Vorsitzender Presbyterium Gahlen), Pfarrer Dieter Hofmann (Vorsitzender Presbyterium Schermbeck) und Pfarrer Klaus Honermann von der Katholischen Gemeinde St. Ludgerus.

Man begrüße die Entscheidung des Rates, den Flüchtlingen menschenwürdige Wohnmöglichkeiten zur Verfügung zu stellen. Weil ein Ende der Kriege nicht in Sicht sei und die Fluchtbewegungen andauern werden, würden nur mittel- und langfristige Planungen helfen. "Wir unterstützen die Bemühungen des Rates, die Flüchtlinge sowohl haupt- wie ehrenamtlich zu begleiten. Wir bitten die Bürgerinnen und Bürger, in ihrem Engagement nicht nachzulassen. Die Hilfestellungen für die Flüchtlinge müssen weiter verbessert und ausgebaut werden, um eine erfolgreiche Integration zu ermöglichen und Konflikte in Schermbeck zu verhindern. Das ehrenamtliche Engagement muss deutlich besser vernetzt und unterstützt werden."

Die Gemeinden wirkten an der Aufgabe mit, Flüchtlinge zu integrieren und ihnen beizustehen. "Wir wissen, dass die Auswirkungen der Kriege das Leben in Schermbeck verändern werden. Ein friedliches Miteinander in Respekt vor den kulturellen Unterschieden und eine Integration der Flüchtlinge kann nur durch eine aktive Steuerung gelingen. Diese erfordert den hohen Einsatz an finanziellen und personellen Ressourcen. Es sind Investitionen in eine friedliche Zukunft."

Quelle: RP
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