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Schermbeck
Gemeinsame Interessen teilen

Schermbeck: Gemeinsame Interessen teilen
Elke Reinhold, Karin Klosterköther und Gerhard Kensy (von links) im Café Schorsch im Evangelischen Gemeindezentrum FOTO: Karolina Warkentin
Schermbeck. Seit fünf Jahren wird im Netzwerk Schermbeck schon gemeinsam gewandert, getanzt oder meditiert.

Es ist eine Erfolgsgeschichte, die die Schermbecker Netzwerker schreiben, und das seit mittlerweile fünf Jahren. So lange gibt es die Gruppen und Angebote der Gemeinschaft nun - mit stetig wachsender Resonanz. Grund genug für Gerhard Kensy, Karin Klosterköther und Elke Reinhold, drei der Aktiven, einmal auf die Anfänge zurückzublicken und Bilanz zu ziehen.

Es war im November 2010, als sich Schermbecker Männer und Frauen, die nicht mehr berufstätig waren und Lust hatten, etwas miteinander zu unternehmen, zu einem ersten Treffen zusammenfanden. Vorher sei von der Evangelischen Kirchengemeinde allerdings ordentlich die Werbetrommel gerührt worden, erinnert sich Gerhard Kensy. "Ja, wir haben alle ein Informationsschreiben bekommen", fügt Karin Klosterköther hinzu. Mit solch einem großen Interesse hatte aber wohl dennoch niemand gerechnet. Rund 130 Personen waren beim ersten Treffen mit dabei. "Der Bedarf war also eindeutig da", sagt Elke Reinhold.

Miteinander, füreinander - nach diesem Motto agieren die Netzwerker. "Wir sind kein Verein mit festen Mitgliedern", macht Karin Klosterköther deutlich. Vielmehr wolle man Menschen mit gleichen Interessen zueinander bringen.

Während der vergangenen fünf Jahre entwickelten sich auf diese Weise 35 unterschiedliche Gruppen, die sich wöchentlich, monatlich oder an flexibel wechselnden Terminen treffen. Die einen tanzen gemeinsam, andere meditieren oder wandern zusammen. Wieder andere bearbeiten Fotos, fahren gemeinsam Rad oder gehen zusammen ins Museum und Theater. Alles in allem sind es bereits rund 280 bis 300 Teilnehmer, die regelmäßig an den Netzwerk-Aktivitäten teilnehmen.

Die Gruppen werden von ehrenamtlichen Leitern koordiniert und betreut, auch Elke Reinhold, Gerhard Kensy und Karin Klosterköther engagieren sich. Während Kensy Kulturausflüge organisiert, betreut Elke Reinhold einen Stammtisch und eine Laufgruppe.

Karin Klosterköther öffnet jeden Mittwochnachmittag von 14.30 bis 17 Uhr das "Café Schorsch" in den Räumen des evangelischen Gemeindezentrums an der Kempkesstege, wo sich ein Großteil der Gruppen trifft. Das Plaudern bei Kaffee und selbst gebackenem Kuchen sei für viele Netzwerker der Höhepunkt der Woche, freut sich die 65-Jährige über die tolle Resonanz. "Gerade alleinstehende ältere Menschen genießen das sehr." Und genau darum gehe es im Netzwerk ja schließlich auch.

Mit dem demografischen Wandel wachse die Bedeutung ehrenamtlicher Seniorenarbeit, sagt Gerhard Kensy. Das Netzwerk wird seine Erfolgsgeschichte also wohl fortschreiben können. Da es auch immer mehr jüngere Engagierte ab 50 Jahren gebe, sei auch der "Nachwuchs" gesichert.

(gasch)
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