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Kreis Wesel
Auszeichnung für den Campus in Kamp-Lintfort

German Design Award 2016 geht an die Hochschule Rhein-Waal
Im Frühjahr 2014 wurde neue Campus Kamp-Lintfort der Hochschule Rhein-Waal eröffnet. FOTO: ORTMEYER
Kreis Wesel. Die Hochschule Rhein-Waal bekommt im Februar in Frankfurt den German Design Award.

Das Planungsbüro Rohling hatte 2010 mit seinem Entwurf für die 2009 gegründete Hochschule, der in Zusammenarbeit mit dem Straelener Architekten Michael van Ooyen entstand, einen europaweiten Architektenwettbewerb gewonnen und die Gesamtplanung für den Neubau in Kamp-Lintfort erbracht. Bauherr war das Land NRW. Die Freianlagenplanung erbrachten die Landschaftsarchitekten Kuttner und Kahl aus Hamburg. Am 12. Februar 2016 erfährt das Projekt nun seine Krönung mit der Verleihung des German Design Awards in Frankfurt.

Der neue Campus wurde im Frühjahr 2014 eingeweiht und von den Studenten in Beschlag genommen. Die Fakultät Kommunikation und Umwelt bietet am Kamp-Lintforter Standort der Hochschule RheinWaal inzwischen acht Bachelor-Studiengänge und vier Master-Studiengänge - unter anderem in den Fachrichtungen E-Government, Medien- und Informationskommunikation, Umwelt und Energie, sowie Psychologie an. Auf einer Gesamtfläche von 19.050 Quadratmetern entstand ab 2011 am südwestlichen Rand der Innenstadt Kamp-Lintforts der neue Campus für die Fakultät Kommunikation und Umwelt mit zentralen Einrichtungen wie Hörsälen, einer Bibliothek und einer Mensa sowie Büro-, Labor-, Seminar- und Werkstatträumen.

Das Konzept des Planungsbüros Rohling gefiel dem Rat für Formgebung, Initiator und Veranstalter des German Design Awards. Neben Branchenwettbewerben richtet dieser auch den Iconic Award aus, mit dem die Hochschule Rhein-Waal bereits 2014 ausgezeichnet wurde. Und so wurde die Idee umgesetzt: Auf dem Lintforter Campus treffen sich die Studenten und verweilen auf dem zentralen Platz, der von fünf Schollen mit Sitzflächen gegliedert wird. Anstelle eines großen Baukörpers wurde das Raumprogramm auf vier zwei- bis dreigeschossige Bauteile verteilt, die den klar gefassten zentralen Platz ausbilden. "Im Vordergrund stand der Gedanke, einen Ort des Austauschs und der Kommunikation für Lehrende und Studierende zu schaffen", erläuterte das Architektur- und Ingenieurbüro. Während das quadratische Gebäude des Hörsaalzentrums und der Bibliothek im Norden des Campus den Kopf der Hochschule kennzeichne, sei die Baukörperstruktur im Süden zum angrenzenden Grünraum mit dem Bach Große Gorley und der sich anschließenden studentischen Wohnbebauung offen gestaltet. Durch das Abwinkeln des östlichen Gebäudes entstehe im Norden ein zur Innenstadt ausgerichteter Eingang zum Campus. "Vom Süden blicken die Nutzer über den Campus und können so die Anbindung an die Stadt erkennen", erklärt das Büro. "Die farbigen Lüftungselemente gliedern die Fassade, aufgesetzte Sonnenschutzkästen akzentuieren sie als horizontales silbernes Band. Die reduzierte Farbigkeit der Gebäude aus anthrazitfarbenem Klinker, dunklem Metall und gezielt eingesetzten farbigen Akzenten setzt sich auch im Innenbereich fort", beschreibt das Büro seine Idee. "Auf dem Campus erzeugen Leuchten entlang des Fakultätsgebäudes eine Achsbeziehung von der Stadt zum Grünraum. Diese Wegelinie ist intensiver beleuchtet als der Campusplatz. Bodenstrahler in den Schollen illuminieren den Platz zurückhaltend."

Quelle: RP
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