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Hamminkeln
Gesamtschule: Ausschuss entscheidet heute

Hamminkeln. Einen Tag vor der heutigen Schulausschussitzung hat die CDU erneut zur Debatte um den Gesamtschul-Standort Stellung genommen. Als "Stärkung für die neue Gesamtschule" bezeichnete der CDU-Fraktionsvorsitzende Dieter Genterzewsky die Festlegung auf zwei Standorte in Hamminkeln und Dingden.

"Der Doppelstandort bietet Chancen, die genutzt werden müssen. Vor allem trägt er dazu bei, die Akzeptanz der neuen Gesamtschule bei den Dingdener Familien und Bürgern zu erzielen. Ohne die Einbindung Dingdens bleibt die Gesamtschule für ganz Hamminkeln ein Torso, den wir seinerzeit so nicht gewollt und konzipiert haben." CDU und USD haben sich für den Doppelstandort ausgesprochen, so dass heute eine Mehrheit zu erwarten ist.

Bürgermeister Bernd Romanski hatte nach der ersten Willenserklärung der beiden Fraktionen gesagt, er werde keine Kraft mehr in eine aussichtslose Alternative stecken. Wenige Tage später hatte ihn die schulpolitische Realität eingeholt und er kündigte eine neue Beschlussvorlage an. Nun geht es um eine erweiterte Befragung. Eltern der Kinder des Jahrgangs 2015, die Eltern der Kitakinder, die Eltern der Grundschulkinder und die Eltern der Gesamtschulschüler sollen nach entsprechenden Informationsveranstaltungen nach dem Standort befragt werden. Gesondert, so der Vorschlag, soll die Dingdener Bevölkerung befragt werden.

Die CDU-Fraktion hatte sich am Montag zur Vorbereitung der Sitzung mit dem Thema befasst. "Auch für die CDU war es kein leichter Weg. Schulleitung und Verwaltung sollten alles dafür tun, diesen Beschluss ordentlich umzusetzen, damit die Schule so wie geplant arbeiten kann." Genterzewsky verwies auf den langen Diskussionsprozess vor dem Ende 2012 gefassten Grundsatzbeschluss: "Somit muss allen damals wie heute Beteiligten klar sein: Die neue Gesamtschule arbeitet an zwei Standorten." Die CDU-Fraktion stellte fest, dass die Schulleitung der Gesamtschule sich bemüht zeige, das pädagogische Konzept anzugehen. Zahlreiche Impulse und Ideen würden kommuniziert. "Entscheidend für den Erfolg der neuen Gesamtschule ist der pädagogische Inhalt, das unverwechselbare Profil", sagte Genterzewsky. "Die Standortfrage darf nicht weiter künstlich hochstilisiert werden." Hier sieht die CDU-Fraktion die Schulleitung und Verwaltung in der Verantwortung.

(thh)
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