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Hamminkeln
Gesamtschule: CDU-Chef gegen "einseitige Kritik"

Hamminkeln. Die Schulstandortdebatte nimmt laut CDU-Ortsverbandvorsitzenden Wilhelm Kloppert inzwischen seltsame Züge an. In Berichten und persönlichen Gesprächen werde immer wieder behauptet, ausschließlich CDU und USD seien bei der Ratsentscheidung für die 2012 mit großer Mehrheit beschlossene Dependance der Gesamtschule mit den Standorten Hamminkeln und Dingden gewesen. Zumindest die SPD habe noch kurz vor der Bürgermeister-Wahl den Dependance-Beschluss bekräftigt. Deren Fraktionsvorsitzender Jörg Adams habe am 12. September gesagt, so zitiert Kloppert: "Die SPD rüttelt mit der Elternbefragung nicht an dem Ratsbeschluss. Wir haben die Verwaltung beauftragt zu fragen, ob die fünfte und sechste Klasse oder die Oberstufe nach Dingden soll!"

Kloppert erinnert sich gut daran, denn er habe seinerzeit sich für die Behauptung entschuldigt, die SPD falle ihrem Kandidaten mit der Forderung nach einer Elternbefragung in den Rücken, obwohl sich Bernd Romanski zum Standort Dingden bekannt hatte. Kloppert: "Am grundsätzlichen Standpunkt der SPD hat sich nach meinem Kenntnisstand bisher nichts geändert. Sollte die SPD nun doch für einen Standort sein, wäre eine klare Aussage angebracht." Bisher hätten sich nur die Grünen ausschließlich und klar für eine Ein-Standort-Lösung ausgesprochen. "SPD und FDP streiten noch darüber, wen sie was wann fragen sollen. Fragen sollten sich SPD und FDP lieber, welche Rahmenbedingungen sich seit 2012 eigentlich geändert haben."

Allerdings hat die CDU auch intern mit Widersprüchen zu kämpfen. So zieht sich Ratsmitglied Heinz Breuer auch zurück, weil er für eine Elternbefragung ist. Damit hat er in der Fraktion keine Chance.

(thh)
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