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Hamminkeln
Gesamtschule: Eltern machen für eine Demo mobil

Hamminkeln. Kurz vor der Entscheidung zur Standortfrage der Gesamtschule drücken die Beteiligten sämtliche Knöpfe, um sich Gehör zu verschaffen. So haben die Pflegschaftsvorsitzenden, Christiane Fischer und Sascha Caninenberg, für Mittwoch vor der Ratssitzung eine Demonstration am Rathaus angemeldet, um auf die Elternbefragung hinzuwirken. Man wolle mit "allen demokratischen Mitteln" kämpfen, sagen sie in einem Brief an Bürgermeister und Ratsparteien. Darin werfen sie CDU und USD vor, pädagogische Argumente nie ernsthaft gewertet zu haben: "Die Ignoranz und Arroganz der lokalen Politik ist erschreckend." Unterstützung kommt von allen Grundschulen. Die Pflegschaften in Hamminkeln, Brünen, Mehrhoog, Wertherbruch und auch Dingden haben einen Elternbrief verfasst. "Wir denken, dass alle Eltern der Stadt befragt werden müssen", lautet die Forderung.

Unterdessen ärgert sich Hamminkelns CDU-Ortsverbandsvorsitzender Wilhelm Kloppert über die Behauptung, dass nur CDU und USD für die Dependance-Lösung in Dingden seien. Er argumentiert, dass die SPD sich zu Beginn ebenfalls zur Dependance bekannt habe. Bislang hätten sich nur die Grünen klar für eine Ein-Standort-Lösung ausgesprochen. Außerdem sollten sich SPD und FDP fragen, "welche Rahmenbedingungen sich seit 2012 eigentlich geändert haben".

SPD-Fraktionschef Jörg Adams antwortet, es gehe in der Ratssitzung nicht um die Standortfrage, sondern darum, ob die Eltern befragt werden oder nicht. Denn eins habe sich tatsächlich geändert: "Die Eltern scheinen massiv gegen zwei Standorte zu sein."

(pho)
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