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Hamminkeln
Gesamtschule: So geht es weiter

Hamminkeln: Gesamtschule: So geht es weiter
FOTO: Malz, Ekkehart (ema)
Hamminkeln. Die Info-Veranstaltungen in allen Dörfern sind bereits in Vorbereitung. Bei der Bürgerbefragung zum Gesamtschulstandort sollen alle Wahlberechtigten ab 16 Jahren teilnehmen können.

Nach der äußerst knappen 19:18 Entscheidung im Hamminkelner Rat, eine Bürgerbefragung zum Standort der Gesamtschule für alle Hamminkelner durchzuführen, ist die Schulverwaltung im Rathaus dabei, ihre Hausaufgaben zu machen. Der zuständige Vorstandsbereichsleiter Jürgen Palberg sagte gestern: "Wir bereiten uns auf die angekündigten Informationsveranstaltungen vor. In diesem Jahr wird es aber keine mehr geben."

Besonderes Augenmerk wird die Verwaltung auf die Kostentransparenz legen. Hier war es immer wieder zu Kritik an der wundersamen Kostengleichheit beim Umbau des Schulstandortes Dingden und Erweiterung/Umbau bei einem zentralen Standort in Hamminkeln gekommen. Eine nachgelieferte "Synopse" der Kosten, die eine erste Berechnung bestätigte, wurde vielfach als wenig erhellend geschmäht.

Nun will Jürgen Palberg eine neue Kostenzusammenstellung liefern, wobei er nicht von einem weiteren Gutachten sprechen will. "Die Akzeptanz des bisher vorgelegten Materials war eher suboptimal, sehr viel wurde in Zweifel gezogen. Für eine neue Ermittlung werden wir externe Hilfe in Anspruch nehmen, damit Investitionsnotwendigkeiten und Kalkulation transparenter werden", sagte er gestern. Für die Info-Veranstaltungen werde man sich auf die Aspekte Finanzen, Bau- und Investitionsnotwendigkeiten sowie pädagogische Erfordernisse intensiv vorbereiten. Bei den Veranstaltungen würden auch Schulvertreter auf dem Podium sitzen. Informationen zum Gesamtschulstandort wird es in allen sieben Dörfern Hamminkelns in Einzelveranstaltungen geben. Die genaue Zeitschiene ist noch nicht festgelegt, wohl aber soll die Info-Serie im Februar kommenden Jahres abgeschlossen sein. Am Ende steht die Bürgerbefragung, wobei die Fragestellung zu einem zentralen oder einem Doppelstandort Hamminkeln/Dingden Knackpunkt sein dürfte. "Das stimmen wir interfraktionell ab, nichts darf tendenziös wirken", sagte Jürgen Palberg.

Ortsteilangaben auf den Fragebögen wurden zwar politisch verabredet und sollen zusätzliche Erkenntnisse liefern, sind aber freiwillig. Mitstimmen bei der bisher in Hamminkeln einmaligen Befragung dürfen aus Sicht der Verwaltung alle Wahlberechtigten ab 16 Jahre - wie bei der Kommunalwahl. Aktuelle Gesamtschüler gehören also nicht dazu.

Gesamtschulleiterin Anette Schmücker ist glücklich: Sie freue sich dass der Rat dem Anliegen nachkomme, "in einem demokratischen Willensbildungsprozess die Betroffenen bei einer Entscheidung von solch großer Tragweite für die Schule und die Stadt zu Wort kommen zu lassen". Sehr glücklich sei sie über Rückhalt und Einsatz der Eltern, Lehrer und aller Schulen gewesen. Nun gelte es, alle Sachargumente transparent darzulegen.

(thh/pho)
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