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Hamminkeln.
Gesamtschule: Stadt plant Neubau

Hamminkeln.: Gesamtschule: Stadt plant Neubau
Der Blick von der Rathausstraße auf die Gesamtschule: Radabstellanlage, Trafocontainer und der Anbau mit der WC-Anlage sollen abgerissen werden. FOTO: Thomas Hesse
Hamminkeln.. Das Schulzentrum in Hamminkeln soll am bisherigen Standort stark erweitert werden. 2019 ist Baustart für das mindestens 6,5 Millionen teure Projekt. Auch der Schulbusverkehr muss neu geregelt werden. Von Thomas Hesse

Die Diskussion war langwierig, und sie war kontrovers: Am Ende rang sich der Rat durch, den Standort der Gesamtschule im Ortsteil ab dem Schuljahr 2022/23 zu konzentrieren. Bis dahin läuft der Hauptschul-Standort Dingden. Das war im Juli 2016. Seitdem gehen die Planungen Schritt für Schritt voran, um das Projekt zu realisieren. Im nächsten Bauausschuss will sich die Stadtverwaltung nun den Beschluss für die Weiterarbeit holen, um das bildungspolitische Vorhaben Nummer eins der Stadt umzusetzen. Sprich: die Erweiterung der Gesamtschule am heutigen Standort in Richtung Rathausstraße und die Vorgehensweise inclusive europaweiter Ausschreibung.

Bau-Vorstandsbereichsleiter Bernhard Payer plädiert klar für den Ausbau am Standort - genauer: an der Ecke Rathaus- und Diersfordter Straße, wo heute Radabstellanlage, Trafostation und WC-Anlage stehen. "Wir haben Baurecht, die Lösung ist sehr verträglich, die Nachverdichtung hält sich in Grenzen, und wir können bauen, ohne den Schulbetrieb zu stören."

Radabstellanlage: Hier soll neu gebaut werden. Das mittelfristige Projekt liegt schon in den ersten Zügen. FOTO: Thomas Hesse

Das mittelfristige Projekt liegt schon in den ersten Zügen. Mit dem zurzeit durchgeführten Umbau in der Realschule im Schulzentrum Hamminkeln bis zum Schuljahr 2017/18 werden die Verwaltungsräume geschaffen. Sie sind Teil des Schulstandorts in Hamminkeln. Dann geht es um die Raumplanung. Der Bedarf an Klassenräumen für die Gesamtschule ist bis zum Schuljahr 2020/21 "mit der übergangsweisen Nutzung von Fachräumen als Klassenraum knapp ausreichend", so die Schulverwaltung. Spätestens zum Schuljahr 2021/22 würden jedoch vier Klassenräume fehlen. Mit Aufgabe des Teilstandortes Dingden zum Schuljahr 2022/23 muss das Raumprogramm der Gesamtschule komplett realisiert sein.

Die Aufgabe ist groß. Die Stadt orientiert sich dabei an der Raumplanung des Beratungsbüros Dr. Garbe & Lexis. Das hat berechnet, dass bis zum Endausbau der Gesamtschule zwölf Unterrichtsräume, Räume zur Differenzierung und Inklusion sowie Büro und Beratung zu errichten sind. Macht eine fehlende Nutzfläche von rund 970 Quadratmeter aus.

Mit Aufgabe des Teilstandortes Dingden zum Schuljahr 2022/23 muss das Raumprogramm komplett realisiert sein. FOTO: Thomas Hesse

Die Lösung soll nun so aussehen: Das Nebengebäude (WC und Fahrradunterstand) soll abgerissen werden. Bei einer zweigeschossigen Bauweise würde der Neubau eine Grundfläche von 780 Quadratmetern beanspruchen. Eine neue Toilettenanlage ist dabei berücksichtigt. "Der Neubau würde den benötigten Platzbedarf für die Unterstufe decken, die mit diesem Standort nicht nur einen geschützten eigenen Bereich, sondern auch eine gute Anbindung an Schulhof und Mensa erhalten", sagt Bernhard Payer. Vervollständigt wird das Schulzentrum durch die Verbindung der dann ehemaligen Real- und Hauptschule - und einem einheitlichen Eingang. Ein zweiter Rettungsweg ist ebenfalls möglich.

Städtebaulich finden die Planer den Standort "verträglich". Der Erweiterungsbau ergänze hier den Gebäudebestand. Zudem wird durch die Rathausstraße ein ausreichend großer Abstand zur gegenüberliegenden Wohnbebauung eingehalten. Auch weitere Nutzungen im Umfeld (Erweiterung van Nahmen) werden nicht beeinträchtigt. Zudem bleibt der Bereich Buschfeld unberührt. Hier gibt es Pläne, den Schulbusverkehr zu konzentrieren. Das Verkehrskonzept für Hamminkelns Mitte wird derzeit erarbeitet.

Quelle: RP
 
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