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Wesel
Gesundheitstag: Sport auch gut fürs Gehirn

Wesel: Gesundheitstag: Sport auch gut fürs Gehirn
FOTO: Heinz Kunkel
Wesel. Ernährung, Bewegung und Vorsorge - das sind die drei Grundbausteine eines gesunden Lebensstils. Und darum ging's am Samstag beim 11. Weseler Gesundheitstag.

Zum elften Mal wurde die Veranstaltung am Samstag auf dem Kornmarkt abgehalten und lockte wieder mit einigen Angeboten, um Fitness und Gesundheit prüfen zu lassen. "Wir möchten mit dem Gesundheitstag Menschen animieren, gesünder zu leben und sich mehr zu bewegen", erklärte Mechtild Lachner-Lehmann, Leiterin des Gesundheitszentrums Pro Homine, das Ziel der Aktionen.

Wie gut die verschiedenen Muskeln im Körper zusammen arbeiten, konnten die Besucher auf einem "Posturomed" testen, einer Art wackelnden Platte, auf der das Gleichgewichtsgefühl herausgefordert wird. An einem anderen Stand konnte die Stärke von Bauch- und Rückenmuskulatur auf die Probe gestellt werden. "Egal in welchem Alter, man kann Muskeln immer aufbauen", motiviert Lachner-Lehmann. "Wir wollen dem entgegenwirken, dass die Menschen sagen: Ich bin eben alt." Denn gerade im Alter seien starke Muskeln wichtig, weil sie das Verletzungsrisiko bei Stürzen reduzierten, so die Leiterin des Gesundheitszentrums weiter.

Doch nicht nur der Körper wird durch Sport gestärkt, auch das Gehirn funktioniert besser, wenn es gefordert wird. Das zeigte sich an einem anderen Stand: Hier waren die Besucher aufgefordert, die Linien einer Form, etwa eines Sterns, nachzuzeichnen. Klingt nicht schwer, doch Stift und Papier wurden nur durch einen Spiegel gesehen. Das Ergebnis gibt Aufschluss über die Koordination von Hand und Auge: "Menschen, die Sport treiben, haben mehr Bereiche in ihrem Gehirn aktiviert und können das besser", weiß Bärbel Krumme, die den Stand betreute.

Diätassistentin Ingvelde Löll bot eine Ernährungsberatung an. Sie kennt den häufigsten Fehler: Unregelmäßiges Essen. Denn wer zu lange Abstände zwischen den Mahlzeiten lässt, isst mehr, oft über das Sättigungsgefühl hinaus. Und auch Süßes, Snacks und Alkohol nach der abendlichen Hauptmahlzeit führen zu unerwünschten Kilos. "Sobald man eine Diät beginnt, achtet man mehr darauf - und dann hat man auch Erfolg", so die Diätassistentin.

Über besonders großen Andrang konnten sich die Stände des Marien-Hospitals und des SuS Wesel Nord freuen: Während es am Stand des Krankenhauses eine Ultraschall-Untersuchung der Halsschlagader gab, um herauszufinden, ob die Gefäße verkalkt sind, wurde beim Sportverein über die Herzsportgruppe informiert.

Geringer war die Resonanz am Stand des Roten Kreuzes, wo die Besucher Wiederbelebungsmaßnahmen üben konnten. "Viele Menschen wissen, was sie machen müssen. Aber es mangelt an der praktischen Umsetzung", sagt Rettungsassistent Sven Rosenkranz. Deshalb sollten alle zwei bis drei Jahre Kurse zur Auffrischung gemacht werden.

(meko)
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