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Wesel
Götz Alsmann und Band nehmen Weseler mit an den Broadway

Wesel. Ganz schnell wurden am Freitagabend die Musikfreunde in dem mit rund 500 gespannten Zuhörern gut besuchten Bühnenhaus ins Herz der Millionenmetropole New York City versetzt. Noch bevor Götz Alsmann und seine Mitstreiter die Bühne betraten, waren die Bremsen einer U-Bahn und das Öffnen von Türen zu hören. Eine blecherne Stimme aus den Boxen verkündete im typischen amerikanischen Slang: "Next stop: Broadway!" Von Michael Stein

Unzählige Theaterstücke und Musicals werden hier, im Theaterviertel am Times Square aufgeführt. Oftmals in Vergessenheit geratene deutsche Fassungen solcher Broadway-Produktionen aus den späten 20er- bis 50er-Jahren gaben die vier grandiosen Musiker und ihr Bandleader Götz Alsmann nun auch am Niederrhein zum Besten. "Er ist schon Stammgast hier", so Paul Borgardts vom Bühnenhaus, "und fühlt sich immer wohl bei uns." Das merkte man auch an diesem Abend. Bestens aufgelegt, gekleidet im bonbonfarbenen Jackett kamen Alfred Maria Sicking (Vibrafon, Xylofon, Trompete), Michael Ottomar Müller (Bassgitarre), Rudi Marhold (Schlagzeug) und Markus Paßlick (Percussion) mit ihrem Chef auf die Bühne. "Herzlich willkommen am Broadway", rief Götz Alsmann seinem Publikum zu, bevor er am Steinway-Flügel Platz nahm und loslegte. Alsmann präsentierte Kompositionen von Cole Porter bis hin zu George Gershwin - und zauberte einen Hauch von New York an den Niederrhein.

Das dankbare Publikum war von Anfang an begeistert und ließ sich von der Musik mitreißen. Dazu trugen Klassiker wie "Nature Boy" von Nat "King" Cole (1919-1965), mit dem der amerikanische Sänger und Jazz-Pianist im Jahr 1948 zum Superstar aufstieg, bei. "Es gab eigentlich zwei deutsche Textversionen", wusste Götz Alsmann zu berichten, "eine furchbare und eine sehr gute". Sie stammen beide aus der Feder von Textdichter Günther Schwenn.

Immer wieder streute der in Münster geborene Musiker und Moderator, der unter anderem aus der WDR-Produktion "Zimmer frei!" bekannt ist, Anekdoten ein. So erzählte er von den Aufnahmen seines Albums "Broadway". Standesgemäß wurde es im ältesten Ton-Studio der Stadt dem "New Yorker Sear Sound Studio" produziert. Hier übernachtete die Band im Hotel "Manhattan View", leider ohne jeden Blick auf diesen Stadtteil.

Quelle: RP
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