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Schermbeck
Große Liebe zu "kleine Bienen"

Schermbeck: Große Liebe zu "kleine Bienen"
Seine weinrote Ape TM 2 muss der Dorstener Bernd Lunkait mit der Pudeldame Jenny teilen. Ape-Fans aus ganz Nordrhein-Westfalen beteiligten sich an dem Treffen in der Üfter Widau. FOTO: RPO
Schermbeck. Zweites Ape-Treffen in der Widau: 15 Freunde der Vespacars kamen mit ihren Fahrzeugen aus ganz NRW zur Kolping-Begegnungsstätte. Auch auf der Mittelstraße wurden die italienischen Dreiradfahrzeuge zum Blickfang. Von Helmut Scheffler

Das zweite Sommerfest des Freundeskreises West Side Piaggio Ape fand am Wochenende in der Üfter Widau statt. 15 Freunde dreirädriger Vespacars kamen mit ihren Fahrzeugen aus ganz NRW zur Kolping-Begegnungsstätte. Die Besitzer der Vespacars, die von den Italienern wegen ihrer Nützlichkeit Ape (Biene) genannt werden, folgten der Einladung des Schermbeckers Stefan Heier, der selbst seit sieben Jahren Besitzer eines hellblauen Vespacars ist.

Viele Gäste kannten sich schon aus der Zeit vor der Gründung des Freundeskreises 2008. Die meisten gehörten zuvor der Piaggio-3-Rad-Interessengemeinschaft Deutschland an. Am Samstagmorgen stand eine Ausfahrt auf dem Programm. Da Heiers Ape streikte, musste er als Beifahrer in Thomas Oettermanns Ape classic, Baujahr 2007, Platz nehmen – eines der neuesten Modelle der Firma Piaggio. Nach einer Besichtigung der Ziegenkäserei Sondermann in Lembeck wurden die illustren Fahrzeuge beim Befahren der Mittelstraße zu Blickfängen.

Papagei ist immer mit dabei

Alle Ape-Besitzer sind stolz auf ihre Fahrzeuge und so erläuterten sie den Besuchern nur allzu gern die technischen Besonderheiten ihrer Bienen. Zweiradmeister Franz List fuhr eine knallgelbe Ape, die als Sonderanfertigung für eine italienische Kommune verkauft wurde. Weil er viel transportieren muss, hat List noch einen Dachgepäckträger aufgebaut. Der Walsumer Hans Zuchowski fährt mit seiner Ape 50 täglich zur Arbeit. Zwei Scheinwerfer auf dem Dach dienen als Lichthupe. Seine weinrote Ape TM 2 muss der Dorstener Bernd Lunkait mit der Pudeldame Jenny teilen.

Der besessenste Ape-Fahrer war am Samstag Papagei Mogli. Er konnte die Ausfahrt gar nicht abwarten. Wenn sein Besitzer Nino Schulte Gas gibt, hüpft der Papagei auf seine Schultern und beginnt aus voller Kehle zu singen. "Zu Hause will er nie aus dem Auto", erzählte Nino Schulte. Seine Vespa Car P 2 aus dem Jahr 1993 fährt 64 Stundenkilometer und darf sogar auf der Autobahn fahren. Dann lässt Nino Schulte allerdings die Warnblinkanlage an. Das ist zwar verboten, schützt ihn aber vor Rasern.

Übernachtung in einem Aufbau

"Ape-Fahrer lieben es, mit einem Minimum an Technik und Ausstattung sehr weit zu kommen", versuchte der Essener Burkhard Tech den typischen Ape-Fahrer zu charakterisieren. Manche schlafen sogar in einem Aufbau auf engstem Raum, statt einen Gästeraum zu buchen. Ein Teil der Besucher zog es allerdings vor, lieber im geräumigeren Zelt auf dem Gelände der Kolping-Begegnungsstätte zu übernachten.

Quelle: RP
 
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