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Schermbeck
Große Liebe zum Vehikel mit drei Rädern

Schermbeck. Der Schermbecker Stefan Heier hat zum achten Mal ein Ape-Treffen auf dem Gelände der Kolping-Begegnungsstätte organisiert. 30 Fans des italienischen Rollermobils waren am Wochenende der Einladung in die Widau gefolgt. Von Helmut Scheffler

Das wollte sich Markus Karkut auf keinen Fall entgehen lassen. Auf einer Internet-Seite hatte der Berliner erfahren, dass in der Uefter Widau ein mehrtägiges Treffen der Ape-Fans stattfinden würde. So packte er seinen Ape-Classic aus dem Jahr 2008 kurzerhand auf einen Anhänger und fuhr von Berlin aus in den 537 Kilometer entfernten Schermbecker Norden. Auf dem Gelände der Kolping-Begegnungsstätte traf er auf mehr als 30 Ape-Fans, für die der Schermbecker Stefan Heier zum achten Mal ein Treffen organisiert hatte.

Strahlender Sonnenschein an den ersten beiden Tagen, froh gelaunte Ape-Fans aus Nordrhein-Westfalen und mehreren anderen Bundesländern, genügend Platz für alle Fahrzeuge auf dem Gelände in der Widau und ein abwechslungsreiches Programm: Es stimmte einfach alles am Wochenende beim dreitägigen Ape-Treffen.

Der Anreisetag endete am Freitag mit einem gemütlichen Beisammensein in der Grillhütte. Viele Gäste kannten sich schon aus der Zeit vor der Gründung des Freundeskreises "West Side Piaggio Ape" im Jahr 2008. Damals gehörten die meisten der "Piaggio-3-Rad-Interessengemeinschaft Deutschland" an. Sie alle vereint die Begeisterung für das dreirädrige Rollermobil des italienischen Herstellers Piaggio. 1947 wurde die erste Ape hergestellt. Ausgerüstet mit einem Vespa-Motor, der 125 Kubikzentimeter Hubraum besaß, konnte der Ape-Urtyp auf seiner Ladefläche 200 Kilogramm Nutzlast transportieren. 1953 und 1956 kamen jeweils neue Versionen auf den Markt, wobei das 1956er-Modell erstmals eine Kabine besaß.

In den vergangenen Jahrzehnten wurde auch die Nutzlast stark erhöht. Die bisher größte Ape wurde 1986 unter dem Namen "Ape Car Max" hergestellt. Das 2,30 Meter lange Fahrzeug kann 900 Kilogramm Nutzlast befördern.

Für den zweiten Tag lud Stefan Heier die Gäste zu einer Fahrt nach Dorsten ein. Auf dem Weg über die Erler Straße, die Mittelstraße und Maassenstraße und der weiteren Fahrt über die alte Poststraße durch Buschhausen in Richtung Holsterhausen wurde die Ape-Kette für Passanten immer wieder zu einem Blickfang. Auf dem Gelände der Zeche Leopold erwartete die Ape-Fahrer und ihre Begleiter eine 90-minütige Führung.

Nach der Rückkehr von der Ausfahrt hatten Besucher Gelegenheit, sich von den Ape-Fahrern über ihre teilweise recht illustren Fahrzeuge informieren zu lassen. Beim Rundgang konnte man sich davon überzeugen, mit wie viel Einfallsreichtum die Ape-Besitzer ihre Vehikel verändert hatten.

Die einen benutzen die Ape als Transportmittel für berufliche Zwecke. Andere fahren damit vor allem zum Einkaufen. Ein paar der Fans haben die Ladefläche so umgebaut, dass sie die komplette Urlaubsausrüstungen aufnehmen können. Rentner Harald Berghof (Uncle Ide) fuhr mit einem Ape TM Diesel aus dem Jahr 1989 vor, während die meisten anderen Apes Benziner waren. Der Duisburger Manfred Samek hatte seinen Piage P 2 aus dem Jahre 1978 als Schrotthaufen erworben und in fünfjähriger Arbeit komplett restauriert. Der Kamener Christian Hein hatte für seinen TM 703 V einen Kastenaufbau so passgerecht erstellt, dass ein Bett und ein Regal hineinpassten. Mit einem Dachgepäckträger hatte der Moerser Volker Mohr seinen Ape 50 aus dem Jahr 2002 versehen und damit zusätzlichen Transportraum geschaffen.

Beim Abschied stand fest: Beim Stefan Heier sind die Ape-Fans bestens untergebracht. Das Interesse war groß, im kommenden Jahr zum neunten Treffen wieder in die Widau zu kommen.

Quelle: RP
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