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Kreis Wesel/Rheinberg
Große Übung in Rheinberg: Kreis Wesel trainiert Chemieunfall

Kreis Wesel/Rheinberg. Die Feuerwehren und Hilfsorganisationen des Kreises Wesel sowie die Werkfeuerwehr des Chemieunternehmens Inovyn haben am vergangenen Samstag auf dem Gelände des Industrieparks in Rheinberg die Zusammenarbeit nach einem schweren Verkehrsunfall mit Austritt von Gefahrengut geübt. Am gestrigen Montag zogen die Akteure Bilanz.

In dem Szenario ist ein Linienbus mit über 20 Personen auf dem Werksgelände der Firma Inovyn unterwegs. Der Busfahrer erleidet einen Herzinfarkt, woraufhin der Bus mit einem Kesselwagen, der zum Transport von Flüssigkeiten und Gasen verwendet wird, kollidiert. Durch den Zusammenstoß werden der Kesselwagen beschädigt und Chemikalien freigesetzt. Die Insassen des Busses sind aufgrund des Aufpralls und der austretenden Chemikalien zum Teil schwer verletzt.

Sechs Monate dauerte die Vorbereitung auf diese Übung, die von der Kreisverwaltung in Zusammenarbeit mit dem Institut für Gefahrenabwehr GmbH aus Sankt Augustin durchgeführt wurde. Auch der Krisenstab des Kreises Wesel und die Kreiseinsatzleitung waren beteiligt. Dabei übten rund 220 Kräfte der Feuerwehren sowie Mitarbeiter der Malteser, der Johanniter und des Deutschen Roten Kreuzes unter anderem aus Wesel, Moers, Rheinberg und Xanten realitätsnah den Einsatz im Ernstfall. Das Besondere an der Übung war, dass sie den mitwirkenden Kräften im Voraus nicht bekannt war. Landrat Ansgar Müller äußerte sich nach einer ersten Auswertung positiv über die mehrstündige Übung. "Mit der Übung am Samstag haben wir unser Konzept zum Katastrophenschutz und die Zusammenarbeit von Krisenstab, Einsatzleitung, Feuerwehren und den Einsatzkräften der Hilfsorganisationen einem wichtigen Test unterzogen." Viele Anwohner seien wegen des vielen Blaulichts erst irritiert gewesen.

In den nächsten vier Wochen erwartet die Kreisverwaltung in Wesel eine detaillierte Auswertung aller Erkenntnisse aus der Übung. Darin soll auch die während des Einsatzes durchgeführte Befragung der rund 30 Helferinnen und Helfer der DLRG Goch einfließen, die sich als Verletztendarsteller zur Verfügung gestellt hatten. Anschließend erfolgt eine ausführliche Nachbesprechung.

Quelle: RP
 
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