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Niederrhein
Gründer der Lebenshilfe verstorben

Niederrhein. Die Lebenshilfe Unterer Niederrhein trauert um Tom Mutters. Der Niederländer, den man oft "Tom der Gründer" nannte, hat in vielen Regionen Deutschlands Anstoß zur Einrichtung von selbstständigen Lebenshilfeeinrichtungen gegeben. Er gründete 1958 in Marburg die Lebenshilfe Bundesvereinigung und war Triebfeder beim Aufbau der Aktion Sorgenkind, der heutigen Aktion Mensch. Er verstarb in der Nacht zu Dienstag im Alter von 99 Jahren.

Mutters war mit den Gründern vor Ort dafür verantwortlich, dass sich am 27. Mai 1964 der "Lebenshilfe für das geistige behinderte Kind - Kreisvereinigung Rees in Wesel" gründete, die heutige Lebenshilfe Unterer Niederrhein. Mutters war 30 Jahre lang Geschäftsführer der Bundesvereinigung. Die Lebenshilfen entwickelten sich deutschlandweit zur größten Selbsthilfeorganisation für Menschen mit geistiger Behinderung. Viele Menschen erinnern sich an eine Veranstaltung in Wesel 1964, auf der Mutters über geistige Behinderung und deren Folgen in der Gesellschaft sprach. Er ermutigte die Eltern behinderter Kinder dazu, sich für die Förderung und Gleichstellung ihrer Kinder einzusetzen.

Quelle: RP
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