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Schermbeck
Grünes Licht für mehrere Bauvorhaben

Schermbeck: Grünes Licht für mehrere Bauvorhaben
Auf der Freifläche rechts der Weseler Straße sollen 16 Wohnungseinheiten in einem Baukörper mit zwei Vollgeschossen errichtet werden sowie mehrere Einzel- und Doppelhäuser. FOTO: RP-Foto Scheffler
Schermbeck. Am Borgskamp werden Wohnungen für Flüchtlinge und für Personen mit niedrigem Einkommen entstehen, außerdem kann das Projekt "Wohnen mit Pferden" starten und der "Netto"-Markt an der Weseler Straße darf erweitert werden. Von Helmut Scheffler

Mit den Stimmen von CDU und SPD beschloss der Planungs- und Umweltausschuss jetzt den Bebauungsplan Nr. 13 "Wohnen mit Pferden". Die Vertreter von Bündnis 90/Die Grünen und "Bürger für Bürger" lehnten das Projekt ab. Die erforderliche Änderung des Flächennutzungsplanes war bereits in der Sitzung am 2. Dezember 2015 beschlossen worden. Für den zeichnerischen Entwurf und für die Begründung war eine erneute Offenlage erforderlich geworden. Relevante Stellungnahmen gab es nicht.

Damit ist jetzt der Weg frei für ein in der Region einmaliges Bauprojekt. An der Alten Poststraße sollen zwischen Landwehr und Kapellenweg Häuser errichtet werden, auf deren Grundstücken eine Stallung für die Haltung eines Pferdes entstehen soll. Pferde können also auf dem eigenen Grundstück grasen und leben. Über ein Wegenetz soll der Anschluss zu Lauf- und Weideflächen jenseits der Alten Poststraße möglich sein.

Einstimmig wurde der Flächennutzungsplan für den Bereich an der Weseler Straße östlich des Friedhofes geändert. Bislang wies der Plan dort eine Grünfläche aus mit der Zweckbestimmung "Friedhof/Parkanlage". Der Ausschuss beschloss die Bestimmung "Wohnbaufläche". Bis auf Klaus Roth (BfB) stimmten alle Ausschussmitglieder anschließend für die Aufstellung des Bebauungsplanes Nr. 51 "Wohnbebauung Borgskamp". Dieses Baugebiet soll etwa in der Mitte durch eine Stichstraße erschlossen werden, die im rechten Winkel von der Weseler Straße ausgeht und in einem Wendehammer nahe dem Wohngebiet am Mühlenbach enden soll. Beiderseits dieser Straße sollen Gebäude errichtet werden.

Zunächst soll östlich dieser Stichstraße - also in Richtung Ortskern - ein mehrgeschossiges Wohngebäude entlang der Weseler Straße errichtet werden. Die 16 barrierefreien Wohnungen sollen nach ihrer Fertigstellung zunächst bei Bedarf der Unterbringung von Flüchtlingen dienen. Falls die Wohnungen nicht aufgrund eines unvorhersehbaren Zustroms von Flüchtlingen benötigt werden, sollen sie grundsätzlich vermietet werden, und zwar gezielt an Personen mit niedrigem Einkommen. Die genauen Vergaberichtlinien müssen noch im politischen Raum erarbeitet werden. Generelles Ziel ist es, Wohnraum für einen sozialschwachen Personenkreis zu reservieren, zumal die Mieten in Schermbeck relativ hoch sind. Der Bereich zwischen Stichstraße und Friedhof soll mit Einzel- und Doppelhäusern bebaut werden.

Der Lebensmittelmarkt "Netto" an der Weseler Straße kann erweitert werden. Die dazu erforderliche Verschiebung der Baugrenze wurde einstimmig beschlossen. Beantragt wurde eine Vergrößerung der Grundfläche von derzeit 630 auf 945 Quadratmeter. Konkret ist vorgesehen, den bestehenden Lebensmarkt in Richtung Nordosten zu erweitern. Im Zuge der baulichen Erweiterung werden elf Stellplätze entfallen.

Einstimmig wurde die Aufstellung des Bebauungsplanes Nr. 50 "Wohnbebauung Schlenke" beschlossen. Auf der Fläche sollen entweder zwei Einzelhäuser oder ein Doppelhaus errichtet werden.

Als nicht störend empfindet Klaus Roth eine geplante 63,5 Meter lange Lärmschutzwand an der Dorstener Straße. Die übrigen Ausschussmitglieder lehnten das Projekt als zu wuchtig ab. Es könnte zudem zum Vorbild für ähnliche Bauwünsche werden.

Bis auf die BfB stimmten alle Fraktionen für die den Ausschuss betreffenden Ansätze in der Haushaltssatzung und im Haushaltsplan für das Haushaltsjahr 2016.

Quelle: RP
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